STADT LUZERN: Jailhotel: Konkurs zweimal knapp verhindert

Bereits zweimal ist über das Luzerner Jailhotel der Konkurs eröffnet und kurz darauf aufgehoben worden. Beim Betreiber wiegelt man ab.

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Das Jailhotel am Löwengraben in Luzern. (Archivbild) (Bild: Fabienne Arnet)

Das Jailhotel am Löwengraben in Luzern. (Archivbild) (Bild: Fabienne Arnet)

Gute Nachrichten klingen anders. Der Konkursrichter des Bezirksgerichts Dietikon hat Anfang März über die Jail Management AG den Konkurs eröffnet. Diese Firma mit Sitz in Luzern betreibt das Jailhotel am Löwengraben. Laut Handelsregisterauszug hat das Zürcher Obergericht die Konkursverfügung am 22. März jedoch wieder aufgehoben. Das gleiche Prozedere, Konkurseröffnung plus unmittelbare Aufhebung, ist bereits vergangenen November durchgeführt worden.

Schlittert nun auch der neue «Jail»-Betreiber einem unrühmlichen Ende zu? «Jail»-Verwaltungsrat Markus Fortwängler sagt nur: «Kein Kommentar.»

Schon Vorgänger ging pleite
Rund um das Hotel und den dazugehörigen Club kam es in der Vergangenheit immer wieder zu negativen Schlagzeilen. Zur Erinnerung: Die «Jail»-Vorgängergesellschaft Zarogastro GmbH ging im November 2008 pleite. Und zwar richtig – die Gläubiger sahen keinen Rappen mehr. Geführt wurde die GmbH von Afrim Baftiroski. Dieser arbeitet trotz des Konkurses nun für die Jail Management AG und das Jailhotel. Baftiroski gründete zudem die Frosch Club AG, welche den «Froschkönig» in Kriens führte. Bis auch diese Firma Anfang Jahr Konkurs ging und der umstrittene Club geschlossen wurde.

Rechnung nicht bezahlt
Afrim Baftiroski ist in den letzten Monaten wortkarg geworden. Mutmassungen über einen Schiffbruch der Jailhotel-Betreiber dementiert er jedoch klar: «Der Betrieb ist vollkommen gesund. Wir haben keine finanziellen Probleme.»

Dass es zu den beiden Konkursverfahren kam, sei auf einen Fehler der Buchhaltung zurückzuführen. «Eine Rechnung ist aus Versehen nicht bezahlt worden. Beim Betrag handelt es sich jedoch nur um eine Kleinigkeit. Das ist jetzt in Ordnung.» Dass alles in Ordnung sei, sagte Baftiroski letzten September auch über seine Frosch Club AG – drei Monate später kam das Aus.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom 10. April.