STADT LUZERN: Jugendvereine sollen gratis Standaktionen durchführen können

Künftig sollen Jugendvereine wie die Pfadi bei Anlässen in der Stadt keine Gebühren mehr zahlen müssen. Das fordern Parteien aus allen Lagern.

Benno Mattli
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1'000 Pfader und Pfaderinnen lassen am Kantonaler Pfaditag 2011Ballons steigen auf dem Kappelplatz in Luzern. Bisher mussten Jugendvereine für die Nutzung des öffentlichen Grundes in Luzern bezahlen. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ (Archiv))

1'000 Pfader und Pfaderinnen lassen am Kantonaler Pfaditag 2011Ballons steigen auf dem Kappelplatz in Luzern. Bisher mussten Jugendvereine für die Nutzung des öffentlichen Grundes in Luzern bezahlen. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ (Archiv))

Wer heute auf öffentlichem Grund in der Stadt Luzern eine Veranstaltung durchführen will, muss dafür eine Gebühr bezahlen. So schreibt es das Reglement über die Nutzung des öffentlichen Grundes vor. Davon ausgenommen sind nur ein paar wenige Veranstaltungen, darunter Kundgebungen, Veranstaltungen von politischen Parteien oder Samichlausauszüge. Dies wollen die politischen Parteien nun ändern. In einer Motion, die von Vertretern aller Parteien unterzeichnet worden ist, fordern sie den Stadtrat auf, die Gebühren für gemeinnützige Kinder- und Jugendvereine wie die Pfadi zu streichen.

«Eine störende Hürde»

Laurin Murer (26), Grossstadtrat der Jungen Grünen, auf deren Initiative hin die Motion eingereicht worden ist, begründet den Vorstoss mit folgenden Argumenten: «Die Gebühren sind für Kinder- und Jugendvereine, die in der Stadt einen grösseren Anlass organisieren wollen, eine störende Hürde.»