Stadt Luzern
Kaffee geniessen statt Auto tanken im Obergrundquartier

Wo heute an der Bundesstrasse eine Tankstelle steht, ist der Bau eines neuen Wohn- und Geschäftshaus geplant. Bis Oktober 2023 sollen 41 hauptsächlich kleine Wohnungen sowie Läden und eine Kaffeebar entstehen.

Ernst Zimmerli
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Das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Bundesstrasse 5 soll in seinem architektonischen Ausdruck Teil des Obergrundquartiers sein, heisst es im Baugesuch der Luzerner Transterra Immobilien AG. Hinter der Firma steht Bruno Amberg, der zusammen mit seinem Bruder André die gleichnamige Luzerner General- und Bauunternehmung führt. Gut acht Millionen Franken sollen in den Neubau an der Bundesstrasse investiert werden, wie Zentralplus vermeldet.

Das neue Gebäude verhält sich in der Gebäudetypologie gemäss Baubeschrieb ähnlich wie die Nachbarhäuser: Geplant ist ein Sockelgeschoss mit öffentlichen Nutzungen, ein fünfgeschossiger Mittelbau mit Wohnungen und ein Attikageschoss mit Dachterrassen. Dabei weisen die Fassaden wie ihre historischen Vorbilder des Neustadtquartiers Erker und Balkone auf.

Insgesamt sind 41 Einheiten für das Wohnen geplant, wobei das Wohnangebot aus einer grossen Anzahl an Kleinwohnungen besteht. Das Grundprinzip der Wohnungen besteht aus einem durchgehend offenen Raum zwischen belebter Strasse und ruhigem Hof.

Im 5. Obergeschoss sind fünf Maisonette-Studios vorgesehen, die zusätzlich im Attikageschoss eine grosse Terrasse nach Süden besitzen. In der Attika befindet sich mit der 3 ½ Zimmerwohnung die grösste Wohnung, die eine grosszügige Terrasse ausweist.

Im Erdgeschoss befinden sich neben einer Kaffeebar mit Aussenterrasse Geschäfte, die sich mit den Eingängen und den Schaufenstern auf die Bundesstrasse orientieren.

Die Tankstelle an der Bundesstrasse 5 muss der neuen Überbauung weichen, die grosse Ulme bleibt stehen, wird aber zurückgeschnitten.

Die Tankstelle an der Bundesstrasse 5 muss der neuen Überbauung weichen, die grosse Ulme bleibt stehen, wird aber zurückgeschnitten.

Bild: Google Street View

Quartierprägende Ulme wird beschnitten, aber nicht gefällt

Die bestehende, quartierprägende Ulme wird gemäss Baueingabe ins Baukonzept eingebunden. Das Gebäude sei so situiert, dass die bestehende Ulme mit einem Baumschnitt erhalten werden kann. Auf dem «Ulmenplatz» entstehe so ein öffentlicher Raum, der durch die Aussenterrasse der Kaffeebar belebt werden kann. Kaffeebars seien ideale Treffpunkte des sozialen Austausches und würden das Quartier nachhaltig beleben.

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