STADT LUZERN: Katholische Kirche wird Kondome nicht los

Die Katholische Kirche Luzern und das Hilfswerk Missio klären auf dem Luzerner Bahnhofplatz über Aids auf. Aber auch Gegner der Aktion sind vor Ort.

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Simone Steffen von der Katholischen Kirche Luzern gibt dem 14-jährigen Schüler Armin Latifovic ein Kondom. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Simone Steffen von der Katholischen Kirche Luzern gibt dem 14-jährigen Schüler Armin Latifovic ein Kondom. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Der Aids-Truck des kirchlichen Hilfswerks Missio informiert seit Montag auf dem Bahnhofplatz in Luzern über das HI-Virus und die Auswirkungen von Aids in Afrika. Organisiert wird die dreitägige Informationskampagne von der Katholischen Kirche Luzern. Diese verteilt 3000 eigens für die Aktion gestaltete Kondome an die Bevölkerung.

Die Kondome werden allerdings nur auf Nachfrage im Zusammenhang mit einem Gespräch an Jugendliche und Passanten abgegeben. «Wir wollten die Kondome nie verteilen wie Flugblätter», erklärt Florian Flohr, Kommunikationsbeauftragter der Katholischen Kirche Luzern. «Jemandem einfach ein Kondom in die Hand zu drücken, macht keinen Sinn. Da sind wir uns mit unseren Gegnern einig», erklärt er. So kamen am Montag lediglich 100 Gummis unter das Volk.

Der konservative Pfarrer Roland Graf aus Alpthal war gestern ebenfalls in Luzern und verteilte Infoblätter mit Studienergebnissen, die die Wirkungslosigkeit von Präservativen belegen sollen. Graf sagt: «Abtreibung ist eine Folge von Kondomgebrauch.»

Aleksandra Mladenovic

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.