STADT LUZERN: Kein Konsens: Verein Kulturraum aufgelöst

Zwei Jahre sind seit der Demo für mehr kulturellen Freiraum im Luzerner Vögeligärtli vergangen. Nichts hat sich seither geändert, findet der Verein Kulturraum – und löst sich auf.

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Auch der vor kurzem erfolgte Abriss der Gowa-Halle wird vom Verein als Indiz dafür betrachtet, dass kulturellen Freiräumen in der Stadt Luzern zu wenig Beachtung geschenkt wird. (Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Auch der vor kurzem erfolgte Abriss der Gowa-Halle wird vom Verein als Indiz dafür betrachtet, dass kulturellen Freiräumen in der Stadt Luzern zu wenig Beachtung geschenkt wird. (Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Der Verein sieht keinen Sinn, «mit einer Stadt für ein Kulturzentrum zu verhandeln, wenn dieselbe Stadt eine Stadtentwicklung vorantreibt, welche nicht-etablierte Kulturzentren nachhaltig bedroht», wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Mit der Schliessung der Frigorex und den politischen Ränkeleien um die Salle Modulable geht erneut vergessen, dass Kultur im Kleinen beginnt, Lebensqualität nicht Wirtschaftswachstum bedeutet und dass der Stadtkern nicht bloss denen gehört, welche am meisten konsumieren und investieren.»

Weiterhin bestehen soll jedoch die Aktion Freiraum, wie es weiter. «Sie war und ist eine Bewegung, welche sich nicht auf einzelne Meinungen oder Personen reduzieren lässt.» Alle «Kulturschaffenden, Kulturinteressierten, alle bedrohten Lebens- und Wohnformen» werden daher dazu aufgerufen, sich als «Teil einer Bewegung zu verstehen, welche nur gemeinsam ihre vielfältigen Ansprüche an ein Leben in Luzern verteidigen kann». Es wird zu einer «neuen Kulturoffensive, welche sich mit vielfältigen Aktionen und Protesten gegen das kultur- und lebensfeindliche Klima der Stadt Luzern auflehnt», aufgerufen. Nach wie vor fordert die Aktion Freiraum ein selbstverwaltetes Kulturzentrum.

scd