Stadt Luzern
Kinderparlament lanciert Litteringprävention auf Spielplätzen

Die Kinder der Stadt Luzern setzen sich für saubere Spielplätze ein. Ein Problem sind weggeworfene Zigarettenstummel. Ein Rauchverbot durchzusetzen ist nicht realistisch. Deshalb wollen die Kinder die älteren Spielplatzbesuchenden für das Thema sensibilisieren.

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Auf dem Spielplatz Dammgärtli werden immer wieder Zigarettenstummel liegen gelassen.

Auf dem Spielplatz Dammgärtli werden immer wieder Zigarettenstummel liegen gelassen.

Bild: Nadia Schärli (17. August 2020)

Kinder vom Spielnachmittag im Dammgärtli an der Baselstrasse ärgern sich regelmässig über liegen gelassenen Abfall und Zigarettenstummel. Die Kinder haben sich darum im Herbst 2019 an das Kinderparlament der Stadt Luzern gewendet. Bereits heute gilt auf Spielplätzen, dass man nicht rauchen soll. Ein Verbot lehnt der Stadtrat jedoch ab, weil dieses vor allem abends durch die Polizei nicht durchsetzbar wäre.

Der Stadtrat unterstütze aber Bestrebungen, das Rauchen auf Spielplätzen einzudämmen und die negativen Auswirkungen zu reduzieren, schreibt die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung. Deshalb hat das Bauteam des Kinderparlaments entschieden, zusammen mit der Quartierarbeit ein Littering-Präventionsprojekt auf den Spielplätzen zu lancieren. Beobachtungen der SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) würden zeigen, dass am meisten nachts oder zu Randzeiten auf den Spielplätzen geraucht wird.

Die SIP-Mitarbeitenden weisen die Rauchenden jeweils auf die Problematik hin. Besichtigungen des Bauteams ergaben, dass es auf den Spielplätzen nicht an Abfalleimern mit Aschenbechern mangelt, sondern dass diese speziell nachts zu wenig benutzt werden. Darum will das Kinderparlament erreichen, dass speziell die nächtlichen Besucherinnen und Besucher der Spielplätze ihre Zigarettenstummel und ihren Abfall besser entsorgen.

Schülerinnen und Schüler haben Folien gestaltet

Dazu sollen die Entsorgungsmöglichkeiten dank in der Nacht leuchtender Folie sichtbarer werden. Die Folien laden sich jeweils während dem Tag durch das Sonnenlicht auf. Die Folien wurden von Kindern gestaltet. Dazu hat das Kinderparlament zusammen mit der Quartierarbeit an allen städtischen Schulen einen Wettbewerb lanciert. Insgesamt 340 Kinder haben Vorschläge für die Gestaltung der Folien eingereicht. Am 28. April hat eine Jury, bestehend aus dem Bauteam und Stadtrat Adrian Borgula, in jeder Kategorie, plus einer Spezialkategorie für einen Taschenaschenbecher, folgende Siegerinnen gekürt:

  • 1. & 2. Klasse: Alma Jungen, Schulhaus Säli
  • 3. & 4. Klasse: Yara Gisler und Melia Keller, Schulhaus Hubelmatt
  • 5. & 6. Klasse: Michelle Rast, Schulhaus Mariahilf
  • Taschen-Aschenbecher: Emilia Isenegger, Schulhaus St. Karli

Die Siegerehrung findet am 19. Juni im Rahmen des Polittages des Kinderparlaments statt. Die Folien wurden mit jeweils einem der drei Sujets der Siegerinnen bedruckt und auf den Abfalleimern von folgenden elf Spielplätzen angebracht: Grünauring, Reusszopf, Schildgärtli, Bleichergärtli, Churchillquai, Lindenstrasse, St. Anton, Dammgärtli, Vögeligärtli, Quai, Inseli.

In den kommenden Wochen weisen auf einigen Spielplätzen zusätzlich Plakate auf das Anliegen hin. Die mit Folien beklebten Taschen-Aschenbecher werden durch die SIP-Mitarbeitenden auf den Spielplätzen im Rahmen eines klärenden Gesprächs an Rauchende verteilt. Involviert in das Projekt sind auch die Stadtgärtnerei, das Strasseninspektorat sowie der Sicherheitsmanager. (pw)