Stadt Luzern
Kinderparlament vergibt Goldenen Lollipop ans Kinderspital – und Saure Zitrone ans Coronavirus

Am 20. November war internationaler Tag der Kinderrechte. Aus diesem Anlass hat das Kinderparlament die jährlichen Preise bestimmt. Den Goldenen Lollipop erhält dieses Jahr das Kinderspital Luzern. Die Saure Zitrone geht an das Coronavirus.

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Die Kinderparlamentarierinnen und Kinderparlamentarier haben entschieden: Die Saure Zitrone geht an das Coronavirus.

Die Kinderparlamentarierinnen und Kinderparlamentarier haben entschieden: Die Saure Zitrone geht an das Coronavirus.

Bild: Stadt Luzern

Am Mittwoch hat das Kinderparlament zum 91. Mal getagt. Wie die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung schreibt, hätten die Kinderparlamentarierinnen und Kinderparlamentarier (KiPas) nach einer zweieinhalbstündigen, intensiv geführten Debatte darüber abgestimmt, welche Nominierten die jährliche Auszeichnung für Kinderfreundlichkeit und Kinderunfreundlichkeit erhalten.

Der Goldene Lollipop 2021 geht an das Kinderspital Luzern

Die KiPas schätzen, dass das Personal im Luzerner Kinderspital trotz schwieriger Arbeitsbedingungen sehr gute Arbeit leistet und immer kinderfreundlich und einfühlsam auf die kleinen Patientinnen und Patienten eingeht. Es gibt laut den Kindern ein tolles Programm für jene, die länger im Spital bleiben müssen, wie zum Beispiel Unterhaltung durch Clowns sowie Schulunterricht. Die Kinder fühlten sich ernst genommen und seien dankbar für den unermüdlichen Einsatz, der vom Personal des Kinderspitals für die kranken und verletzten Kinder geleistet werde.

Die Saure Zitrone 2021 geht an das Coronavirus

Laut den KiPas hat das Coronavirus das Leben der Kinder stark beeinträchtigt. Lange Zeit waren Freizeitorte wie das Hallenbad oder Museen geschlossen, Sporttrainings und andere Freizeitaktivitäten fanden nicht statt oder wurden online durchgeführt. Auch Freundinnen und Freunde haben den Kindern während der Einschränkungen sehr gefehlt. Einige Freundschaften seien auseinandergegangen, auch wegen Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Coronavirus, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Maskentragpflicht in den Innenräumen der Schulen ab der 5. und 6. Klasse schränke die Kinder ein, besonders im Sport. Die Kinder bemängeln, dass es keine Spucktests an den Schulen gibt.

Während des Lockdowns konnten viele Kinder im Fernunterricht nicht unterstützt werden, da die Eltern arbeiteten. So habe das Coronavirus die schulischen Leistungen dieser Kinder beeinträchtigt. Kinder sind besonders vom Virus und den Massnahmen zu dessen Eindämmung betroffen, da sie sich nicht impfen lassen können und deshalb öfters in Quarantäne müssen als die geimpften Erwachsenen. In der Quarantäne sei man einsam und habe niemanden zum Spielen und Reden. (pw)

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