STADT LUZERN: Kirche wirbt für Gütschbahn

Die Stadt soll 1,73 Millionen Franken an die Gütschbahn zahlen. Für den Kredit macht auch die Pfarrei St. Karl Werbung – sogar im Gottesdienst.

Raphael Gutzwiller
Drucken
Teilen
Bild: Manuela Jans / Neue LZ

Bild: Manuela Jans / Neue LZ

Ob sich die Stadt Luzern an der Gütschbahn beteiligt, entscheidet am 30. November die Stadtbevölkerung. In den Abstimmungskampf mischt sich nun auch die katholische Pfarrei St. Karl ein. «Wer will, dass das Wohngebiet auf der Gütschhöhe an den ÖV angebunden wird, stimmt Ja», steht im aktuellen Pfarreiblatt. Mit der Werbung nicht genug: Die Pfarrei ist zudem im Komitee «Pro Gütschbahn» und unterstützt dieses auch finanziell.

Silvia Huber, Gemeindeleiterin der Pfarrei St. Karl, sieht dieses politische Engagement als selbstverständlich: «Wir engagieren uns stark im sozialen Bereich für alle Menschen, die hier wohnen.» Dazu gehöre auch die Gütschbahn. Denn dadurch würde das Quartier aufgewertet.

Sandra Felder-Estermann, FDP-Grossstadträtin, sieht das anders. «Ich finde es unerhört, eine so undifferenzierte Meinung in einem Pfarreiblatt zu kommunizieren.» Nicht alle Anwohner seien der Meinung, dass der Kredit bewilligt werden müssen.