STADT LUZERN: Kirchenglocken läuten nun doch fürs Klima

Am Sonntag werden um drei Uhr nachmittags in Luzern die Kirchenglocken läuten – für das Klima.

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(Symbolbild André Albrecht/Neue LZ)

(Symbolbild André Albrecht/Neue LZ)

Zur Halbzeit der Klimakonferenz in Kopenhagen werden am Sonntag, 13. Dezember, um drei Uhr nachmittags in Luzern die Kirchenglocken läuten. Wie es in einer Mitteilung der Katholischen Kirche Stadt Luzern heisst, warnten früher die Glocken vor Überschwemmungen oder Bränden, «diesmal tönen sie als Weckruf gegen die verheerenden Folgen des Klimawandels».

Die Kirchen und die kirchlichen Hilfswerke Fastenopfer und Brot für alle wollen daran erinnern, dass besonders die Menschen in armen Ländern den Klimawandel und seine negativen Folgen zu spüren bekommen, obwohl er hauptsächlich durch die Industrieländer verursacht wird.

Glockengeläut reist einmal rund um die Welt
Sowohl die Schweizerische Bischofskonferenz als auch der Schweizerisch Evangelische Kirchenbund unterstützen die weltweite Aktion, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Glocken werden in allen Zeitzonen um drei Uhr nachmittags läuten – beginnend auf den bedrohten Fidschi-Inseln im Südpazifik und weiter rund um den Globus über Asien, Afrika und Europa bis nach Amerika.

Noch Ende Oktober war unter den Reformierten umstritten, ob die Glocken fürs Klima läuten sollten. Das Glockenläuten stelle eines der stärksten Kommunikationsmittel der Kirchen dar und solle deshalb «sehr zurückhaltend» eingesetzt werden, hiess es damals.

ana