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STADT LUZERN: Ladenbesitzer fürchten Demonstration

Eine geplante Demonstration gegen das WEF in der Stadt Luzern bereitet Geschäftsinhabern Kopfweh - noch ist das Demonstrations­gesuch aber gar nicht beurteilt worden.
Demonstranten kritisieren das WEF. (Archivbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Demonstranten kritisieren das WEF. (Archivbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Einige Geschäfte sehen einer in Luzern geplanten Demonstration, die sich gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos richtet, mit Sorge entgegen. Obschon noch unklar ist, ob der Stadtrat die Demonstration überhaupt gutheisst, machen sich die Ladeninhaber Gedanken wegen drohender Verwüstungen.

Franz Stalder, Präsident der City-Vereinigung Luzern, wehrt sich im Namen seiner Mitglieder vehement gegen die Demonstration: «Wir haben Angst vor Gewalt und hohen Sachschäden an unseren Geschäften. Wir möchten unsere Geschäfte einfach in Ruhe betreiben können.»

Schreiben an Stadtrat
Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hat sich Stalder in einem Schreiben an den Stadtrat gewandt. «Wir haben darin zum Ausdruck gebracht, dass wir keine Demonstrationsbewilligung akzeptieren können, wenn Vandalen- und Gewaltakte zu erwarten sind.» Rico De Bona, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen, meint zu den Sorgen der Luzerner Ladenbesitzer und Hauseigentümer: «Wir werden unter Würdigung aller Elemente entscheiden, ob die Organisatoren eine Demonstrations­bewilligung erhalten oder nicht.» Der Entscheid wird laut De Bona Mitte kommender Woche fallen.

Auch die SVP der Stadt Luzern spricht sich gegen die Bewilligung der Demonstration aus. Die Partei befürchtet ebenfalls Ausschreitungen sowie hohe Kosten aufgrund eines grossen Polizeiaufgebots.

Gewinn statt Wohl der Bevölkerung
Die Organisatoren der Demonstration nennen sich Anti-WEF-Bündnis Luzern 2010. Dahinter stehen unter anderem linke Jungparteien und die lokale Jugendgruppe der Unia.

Mit der Demonstration wehren sich die Organisatoren gegen das Weltwirschaftsforum, das zwischen dem 27. und dem 31. Januar in Davos stattfindet. Dort würden «selbst ernannte Global Leaders» über die wirtschaftliche und die politische Zukunft der Welt entscheiden. Die Organisatoren der Demonstration kritisieren, dass am WEF gefällte Entscheide nur der Gewinnoptimierung und nicht dem «Wohl der Weltbevölkerung» dienen würden.

Geplant ist die Demonstration, welche am Theaterplatz starten soll, für den Nachmittag des 23. Januar. Zudem ist am Abend des 16. Januars im Sedel Luzern ein «Anti-WEF Festival» geplant.

Noémie Schafroth/ost

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