STADT LUZERN: Luzerner Kinderparlament kritisiert Kantonsregierung

Der Regierungsrat muss wegen eines lieblos gestalteten Pausenplatzes für Flüchtlingskinder in die saure Zitrone beissen. Das Kinderparlament der Stadt Luzern hat entschieden, seinen Negativpreis «Die Saure Zitrone» der Kantonsregierung zu vergeben.

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Die «Saure Zitrone» ging dieses Jahr an die Luzerner Kantonsregierung. (Symbolbild LZ)

Die «Saure Zitrone» ging dieses Jahr an die Luzerner Kantonsregierung. (Symbolbild LZ)

Seit dem letzten Mai werden in der Stadt Luzern im leer stehenden Schädrüti-Schulhaus Flüchtlinge unterrichtet. Es schätze, dass das Schulhaus zwischengenutzt werde und Flüchtlingskinder dort unterrichtet würden, teilte das Kinderparlament am Dienstag mit.

Das Kinderparlament kritisiert aber die Aussenraumgestaltung. Diese sei trist. Es sei aber wichtig, dass Flüchtlingskinder eine kindergerechte und anregende Umgebung vorfänden, denn sie befänden sich in einer extrem schwierigen Situation. Es müssten grundsätzlich bessere Bedingungen für Kinder auf der Flucht geschaffen werden.

Der Luzerner Regierungsrat war bereits 2014 vom Kinderparlament mit der «Sauren Zitrone» bedacht worden. Anlass war damals die Finanzpolitik mit kinderunfreundlichen Sparmassnahmen.

Neben der «Sauren Zitrone» vergibt das Kinderparlament auch den «Goldenen Lollipop». Diese positive Auszeichnung geht an Pro Juventute Luzern für deren Einsatz zu Gunsten der Kinder, der Jugendlichen und der Familien.

Das Kinderparlament vergibt die Preise am 23. November im Jugendkulturhaus Treibhaus anlässlich seiner 74. Session.

Das städtische Kinderparlament war 1993 gegründet worden. Es verfügt über ein eigenes Budget, es kann Vorstösse beschliessen und es wird über laufende politische Projekte informiert. Es steht den Primarschülern der Stadt offen und tagt jährlich drei bis vier Mal. (sda)