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STADT LUZERN: Luzerner Maihofquartier erhält kein neues Quartierbüro

Die Quartierarbeit wird neu strukturiert. Doch nicht jeder Stadtteil erhält dabei den gleichen Stellenwert. Auf der Strecke bleibt weiterhin der Maihof. Noch ist aber nicht das letzte Wort gesprochen.
Sandra Monika Ziegler
Das neue Quartierbüro befindet sich an der Maihofstrasse 8. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 19. September 2012))

Das neue Quartierbüro befindet sich an der Maihofstrasse 8. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 19. September 2012))

Im Quartier Maihof gibt es seit zwei Jahren kein Quartierbüro mehr. Aus Spargründen wurden die Personalressourcen per April 2016 um 150 Stellenprozente gekürzt (wir berichteten). Als die Quartierarbeiterin im Maihof damals gekündigt hatte, wurde die Stelle daher ersatzlos gestrichen.

Gleich zwei politische Vorstösse bringen das Thema Quartierarbeit nun wieder aufs politische Parkett. So fordert eine im Februar eingereichte Motion der Grünen und Jungen Grünen sowie der SP- und Juso-Fraktion «eine Weiterentwicklung der Quartierarbeit für alle Gene­rationen». In seiner Stellung­nahme verspricht der Luzerner Stadt­rat nun, dazu eine Analyse zu erstellen. Er will in einem Bericht aufzeigen, «welche zusätzlichen Ressourcen notwendig sind, um die Quartierarbeit auf weitere Bevölkerungsschichten auszuweiten».

Zum gleichen Thema hat Michael Zeier-Rast namens der CVP-Fraktion letzten August eine Interpellation eingereicht. Dazu liegt die Antwort des Stadtrates jetzt vor. Daraus ist zu entnehmen, dass die Sparmassnahmen bisher gegriffen haben. So konnte die Vorgabe, dass die Quartierarbeit 180'000 Franken einspart, erfüllt werden, wie Sibylle Stolz, Leiterin der städtischen Dienstabteilung Quartiere und Integration, auf Anfrage bestätigt. Stolz ergänzt: «Das war eine nachhaltige Sparmassnahme, welche die gesamte Quartierarbeit betraf. Durch die Einhaltung sind wir im Budget.»

Das Budget beträgt für alle Aufgaben der Quartierarbeit rund 960'000 Franken. Aktuell gibt es in der Stadt Luzern an sechs Standorten Quartierbüros. Auf die Frage, ob dereinst auch im Maihof-Quartier wieder ein Büro eröffnet wird, sagt Stolz: «Aktuell ist das nicht vorgesehen. Es bleibt eine Daueraufgabe, die Quartierarbeit den sich laufend verändernden Bedürfnissen anzupassen.» Damit ist der definitive Entscheid noch nicht gefallen.

Kein Zugang zum Angebot

Die Quartiervereine Maihof und Hochwacht bedauern die Schliessung des Büros vor bald zwei Jahren. Thomas Wüest, Präsident Quartierverein Maihof, ist darüber nicht erfreut: «Unser Quartier ist damit nicht mehr in die städtische Quartierarbeit mit einbezogen. Jetzt haben wir keinen Zugang mehr zu diesem Angebot. Aber dieses Angebot braucht es ganz klar auch im Maihof-Quartier.»

Ins gleiche Horn bläst der Quartierverein Hochwacht. «Das Quartierbüro war eine gute Ergänzung zu anderen Gruppierungen, die sich aktiv engagieren. Dass die Anlaufstelle aus Spargründen nicht weiter geführt wird, ist bedauerlich», sagt Präsident Marc-André Roth. Unternehmen werden die beiden Quartiervereine aber noch nichts. Zuerst wird auf den angekündigten Bericht der Stadt gewartet.

Positiver indes sieht es für das Quartier Langensand-Schönbühl aus. Anfänglich wollte die Stadt dort das Quartierbüro ebenfalls schliessen, letztlich sah sie aber davon ab. Das Büro ist heute im Schulhaus Wartegg eingerichtet und funktioniert laut dem Stadtrat gut. Es gebe «relevante Beteiligungen von Kindern und Jugendlichen» hält er in seiner Antwort fest.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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