STADT LUZERN: Luzerner Stadtrat will «Schmitte» nicht retten

Der Luzerner Stadtrat lehnt die Initiative zur Rettung des Gasthauses «Schmiede» ab. Der Pilatusplatz habe ohne das Gasthaus ein grösseres Entwicklungspotential.

Drucken
Teilen
Dunkle Wolken über dem Wirtshaus zur Schmiede. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Dunkle Wolken über dem Wirtshaus zur Schmiede. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Am 6. Januar ist die Sammlungsfrist für die Volksinitiative «Rettet die ?Schmiede? – Stopp den Abbruchplänen der Stadt Luzern» abgelaufen, mit 1351 Unterschriften wurde das Soll von 800 erreicht.

Wie es in einer Mitteilung der Stadt Luzern heisst, verlangt die Initiative vom Stadtrat, dass das Abbruchvorhaben für das Haus «Schmiede» am Pilatusplatz aufzugeben. Das Gasthaus sein ein Begegnungsort und biete acht Vollzeit-Arbeitsplätze. Gefordert wird anstelle eines Abrisses die Sanierung des Hauses, was rund 3 Millionen Franken kosten würde.

«Ausgezeichnet für Überbauung»
Laut Bericht und Antrag an den Grossen Stadtrat zur Initiative lehnt der Luzerner Stadtat die Initiative ab. «Der Pilatusplatz hat ein grosses Entwicklungspotential», heisst es darin und weiter: «Der Platz eignet sich ausgezeichnet für eine neue Überbauung.»

Da auf dem Grundstück der «Schmiede» ein bis zu zehngeschossiges Gebäude errichtet werden könne, hätte ein Erhalt des Gasthauses eine sogenannte «Ertragswerteinbusse» für die Stadt «in zweistelliger Millionenhöhe» zur Folge.

Das Stimmvolk soll am 13. Juni endgültig über die Zukunft der «Schmitte» entscheiden.

ana