Stadt Luzern macht mit Plakatkampagne auf Maskenpflicht im öffentlichen Raum aufmerksam

Die vom Bund verfügte Maskenpflicht im öffentlichen Raum werde noch zu wenig eingehalten. Deswegen will die Stadt Luzern die Bevölkerung mit Hilfe von Plakaten dafür sensibilisieren, die Maske zu tragen, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Hugo Bischof
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Seit dem 29. Oktober gilt die vom Bundesrat verordnete Maskentragpflicht auch für Aussenbereiche, etwa in belebten Fussgängerzonen oder in Einkaufsstrassen in Innenstädten. Diese Verordnung werde in der Stadt Luzern im öffentlichen Raum noch zu wenig eingehalten, teilte der Stadtrat am Donnerstag mit. Deshalb werden nun an verschiedenen Orten in der Stadt Luzern Hinweisplakate platziert. «Sie sollen die Bevölkerung und auswärtige Gäste verstärkt dafür sensibilisieren, die Maske überall zu tragen, wo immer und sobald die Mindestabstände nicht eingehalten werden können», hält der Stadtrat fest. Auch in den Sozialen Medien werden entsprechende Hinweise erfolgen.

Grundsätzlich gilt nach Artikel 3c der COVID-Verordnung, dass, sobald es im öffentlichen Raum zu einer Ansammlung von Personen kommt, bei welcher der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann, eine Gesichtsmaske zu tragen ist. Die Kontrolle und die Durchsetzung dieser Massnahme sind nicht einfach. Der Luzerner Stadtrat und Sicherheitsdirektor Martin Merki hält dazu fest: «Die Vorschrift des Bundes gilt. Es ist absolute Pflicht für alle Bürgerinnen und Bürger, eine Maske zu tragen, sobald die erforderlichen Mindestabstände nicht eingehalten werden können. Es geht um die Gesundheit von uns allen.»

Keine fixen Rayons, im Gegensatz etwa zu Frauenfeld

In Luzern werden für die Maskentragpflicht im öffentlichen Raum keine fixe Rayons und keine festen Zeiten definiert, im Gegensatz etwa zu Frauenfeld. Dort gilt die Maskenpflicht für die gesamte Altstadt und für weitere Teile der Innenstadt von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 20 Uhr. «Wir haben uns bewusst gegen fixe Rayons entschieden, auch in Absprache mit der Polizei», sagt dazu Stadtrat Merki. «Denn die Dichte der Passantenströme kann je nach Zeit und Ort stark schwanken.» Die 25'000-Einwohnerstadt Frauenfeld sei von der Grösse her nicht vergleichbar mit Luzern, sagt Merki. Auch in anderen grösseren Städten in der Schweiz seien soweit bekannt keine fixen Rayons definiert worden. «Die Massnahme muss vertretbar, verhältnismässig und für die Bevölkerung nachvollziehbar sein», so Merki. «Nur so kann sie auch durchgesetzt werden.»

Auch in der Luzerner Altstadt gilt Maskenpflicht, wenn viele Personen unterwegs sind

Auch in der Luzerner Altstadt gilt Maskenpflicht, wenn viele Personen unterwegs sind


Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 5. November 2020)

Der Luzerner Sicherheitsdirektor betont:

«Jetzt ist die Eigenverantwortung jedes und jeder Einzelnen gefragt.»

Hinweise zur Maskentragpflicht werden etwa an den Hotspots wie Schwanenplatz, Bahnhofplatz, Teilen der Altstadt oder auch in der Kleinstadt aufgestellt.