STADT LUZERN: Massnahmen für Nachtruhe im Bruchquartier

Der Club Opera und die Bäckerei Meile locken an Wochenenden viele Nachtschwärmer ins Bruchquartier. Das führt zu Nachtruhestörungen und Reklamationen. Die Stadt sucht eine Lösung.

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Anwohner stören sich ob der Nachtschwärmer im Bruchquartier, hier Gäste vor dem Club Opera. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Anwohner stören sich ob der Nachtschwärmer im Bruchquartier, hier Gäste vor dem Club Opera. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

In der Stadt Luzern entwickeln sich einzelne «Partyzonen». So auch im Bruchquartier, wo die Konstellation mit einem beliebten Ausgangslokal und einer Bäckerei mit Öffnungszeiten bis in die frühen Morgenstunden viele Nachtschwärmer anlockt. Sie die Stadt Luzern mitteilt, gebe es wegen dieser Entwicklung für die Anwohner Unannehmlichkeiten.

Anwohner hatten schon im vergangenen August in einer Petition den Stadtrat aufgefordert, der Bäckerei Meile den Nachtverkauf zu verunmöglichen. Doch diese Bewilligungen sind kantonal oder gar auf Bundesebene geregelt, dem Stadtrat sind die Hände gebunden.

Beteiligung an den Kosten, weniger Gäste
Am 30. November und am 1. März ist es daher zu Aussprachen mit dem Club Opera, der Bäckerei Meile, Anwohnern, der kantonalen Gastgewerbe- und Gewerbepolizei, der Luzerner Polizei, Mitarbeitern der städtischen Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit sowie der Stadträtin Ursula Stämmer-Horst gekommen.

In der Antwort des Luzerner Stadtrates auf die Interpellation heisst es, man habe sich damit auf folgende Massnahmen geeinigt:

  • Mehr Sicherheitspersonals des Clubs Opera mit Präsenz in den nahen Quartierstrassen.  
  • Mehr Reinigungspersonal des Clubs Opera mit Reinigungsauftrag für Obergrund- bis Vonmattstrasse.  
  • Beteiligung an Sicherheits- und Reinigungskosten durch Bäckerei Meile.  
  • Striktere Eingangskontrollen des Clubs Opera: Kein Zutritt unter 18 Jahren, nicht mehr als 800 Gäste.  
  • An den Wochenenden nachts verstärkte Parkkontrollen durch die Luzerner Polizei.  
  • Liegenschaftsbesitzer sperren private Hinterhöfe, um Missbrauch (Urinieren, Littering) zu verhindern.

Noch nicht alle Massnahmen befriedigend
Die Massnahmen haben sich laut der Antwort des Stadtrates seit November verbessert, sowohl in Sachen Sicherheit als auch bei der Sauberkeit. Noch nicht zufriedenstellend sei die Situation bei den Nachtruhestörungen, den privaten Hinterhöfen und der Schalldämpfung des Clubs Opera sowie den lauten Kühlaggregaten der Bäckerei Meile.

ana