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STADT LUZERN: Naturmuseum: 12 Millionen für die Sanierung

Schon fast museal ist das Anliegen selber. Mit der Attraktivierung des Natur-Museums solls nun endlich vorwärtsgehen.
Alexander von Däniken
Besucher bestaunen Exponate im Natur-Museum Luzern, darunter einen Mammutzahn (vorne). (Bild Nadia Schärli)

Besucher bestaunen Exponate im Natur-Museum Luzern, darunter einen Mammutzahn (vorne). (Bild Nadia Schärli)

Alexander von Däniken

Alt und wertvoll sind im Natur-Museum am Kasernenplatz die Ausstellungsobjekte; alt und sanierungsbedürftig ist aber auch das Gebäude selbst. Konkret: Seit dem Neubau von 1978 gab es keine grösseren Sanierungen mehr, die Gebäudetechnik ist veraltet, die Isolationen sind schlecht. Fast schon museal sind auch die zehnjährigen Pläne für eine Totalerneuerung. Zuerst waren dafür 5,5 Millionen Franken budgetiert, dann 6,5 Millionen. Der Kanton schob die Sanierung immer wieder vor sich her.

Mit dem aktuellen, aber noch nicht bewilligten kantonalen Aufgaben- und Finanzplan (AFP 2015–2018) scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen: 12,25 Millionen Franken, verteilt über die Jahre 2016 bis 2019, wurden für die Sanierung und Erneuerung des Natur-Museums Luzern eingestellt.

«Grosse Hoffnung»

Natur-Museums-Direktorin Britta Allgöwer ist ob der Summe nicht überrascht: «Lange ging man davon aus, dass nur die Dauerausstellungen erneuert werden müssen, der bauliche Sanierungsbedarf der Liegenschaft stand nicht zur Diskussion. Das Haus ist aber an einem Punkt angelangt, wo eine Sanierung unumgänglich wird, unabhängig von der Nutzung. Zusammen mit der Dienststelle Immobilien wurde das nun detailliert in die Planung einbezogen.»

Die aktuell rund 12 Millionen wertet Allgöwer als gutes Zeichen: «Ich habe grosse Hoffnung, dass die Sanierung umgesetzt werden kann.» Die Summe zeige, dass die Erneuerung innerhalb der kantonalen Verwaltung als notwendig betrachtet werde. Wie das Geld im Detail eingesetzt wird, sei noch nicht spruchreif. Seitens Museumsdirektion lägen die Pläne aber bereit.

«Präsentation nicht zeitgemäss»

Klar ist, dass rund 2 Millionen Franken in die Modernisierung der Ausstellung fliessen sollen. «Die jetzige Präsentation ist nicht mehr zeitgemäss», sagt Allgöwer und stellt die bereits früher in unserer Zeitung angekündigte Aufwertung der Museumsschätze sowie Einblicke in die Museumsarbeit als wichtigen Teil des Erneuerungskonzepts in Aussicht: «Unsere teilweise bis zu 300 Jahre alten Sammlungen sind unwiederbringliche Zeugen der Artenvielfalt und der Landschaftsentwicklung in der Zentralschweiz, zu deren Wahrung und Vermittlung wir als Natur-Museum vom Grundauftrag her verpflichtet sind. Das Erneuerungskonzept legt grossen Wert darauf, dies auf leicht verständliche und einnehmende Art für unsere Besucher erlebbar und unvergesslich zu machen.»

Nun hofft Allgöwer, dass auch das Parlament sich für die Sanierung einsetzt: Indem es den AFP genehmigt und bei der nächsten Budgetdebatte den ersten Kredit spricht. Es gibt also noch Hürden, bevor Arbeiter die Liegenschaft am Kasernenplatz auf Vordermann bringen können. Das weiss auch Allgöwer. Im November 2013 sagte sie unserer Zeitung, sie sei auch offen für private Spenden. «Konkret kann ich dazu noch nichts sagen», erklärt sie heute vielsagend.

Gutachten als Grundlage

Karin Pauleweit, Leiterin der kantonalen Dienststelle Hochschulbildung und Kultur, begründet die 12 Millionen Franken für das Natur-Museum mit dem Sanierungsbedarf, den Fachleute in einem Gutachten beziffern: «Der Sanierungsbedarf ist eruiert und mit Schätzzahlen hinterlegt.» Was genau geplant ist, auch punkto Ausstellung, wird noch nicht kommuniziert. Pauleweit: «Wir wollen das ausgereifte Konzept zunächst dem Regierungsrat präsentieren.»

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