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STADT LUZERN: Neue Wagenburg richtet sich auf Allmend ein

Seit kurzem steht im Gebiet Eichwald auf der Allmend eine neue Wagenburg. Sieben Personen haben dort vorübergehend ihr Wohnquartier aufgestellt. Für die Zwischennutzung liegt bei der Stadt nun ein Baugesuch auf.
Sandra Monika Ziegler
Auf dem Areal Eichwald bei der Luzerner Allmend war ein Asylzentrum mit 120 Plätzen geplant (Archibild) (Bild: Pius Amrein)

Auf dem Areal Eichwald bei der Luzerner Allmend war ein Asylzentrum mit 120 Plätzen geplant (Archibild) (Bild: Pius Amrein)

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Wo bisher ein Schotterplatz war, stehen nun 13 Bauwagen: Eine neue Wagenburg hat sich an der Eichwaldstrasse in der Nähe der Luzerner Allmend eingerichtet. Für die Nutzung des Areals bis Ende 2018 hat sie nun bei der Stadt Luzern ein Baugesuch eingereicht. Als Bauherrschaft und Projektverfasser wird der Verein Salzlager angegeben. Für weitere Auskünfte konnten die Vereinsmitglieder nicht erreicht werden. Bei der neuen Wagenburg handelt es sich nicht um jene Gruppe, die im Eichwaldgebiet bereits einmal ihr Quartier bezogen hat. Diese Gruppe lebt nach wie vor im Industriegebiet Ibach. Die neue Wagengruppe besteht aktuell aus sieben Personen und bewohnt 13 Bauwagen.

Schotterplatz ist geeigneter Standort

«Der Platz umfasst rund 700 Quadratmeter, Abwasserinfrastruktur wie Elektroanschlüsse sind vorhanden», sagt Franz Iten, Immobilienbewirtschafter der städtischen Abteilung Immobilien. Die Infrastruktur sei vorhanden, weil dort nach dem Rückbau der alten Pferdestallungen ein Schotterplatz erstellt wurde. Dieser diente diversen Baufirmen als Installationsplatz, als die Kanalisationserneuerung der Eichwaldstrasse realisiert wurde. Der Schotterplatz ist deshalb für das Stellen der schweren Bauwagen geeignet. Iten betont jedoch: «Die Bewilligung für die Zwischennutzung ist befristet.» Die Bewohner, die übrigens alle ordentlich angemeldet sind, wohnen nicht etwa gratis, sondern zahlen eine monatliche Entschädigung. Um welchen Betrag es sich dabei handelt, sagt Iten nicht: «Das ist ein Bestandteil des Vertrages, den die Stadt Luzern mit den Nutzern hat. Dieser ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.»

Ebenfalls vertraglich festgehalten hat die Stadt den Abzugstermin der Gruppe. Klar kommuniziert wurde laut Iten auch, dass es bei einem Abzug keinen Ersatzplatz für die Gruppe hat. Ob der Abzug wie abgemacht erfolgt, ist aber noch offen und hängt vom Verlauf der aktuellen Ausschreibung ab. Dauert diese länger, so könnte der Vertrag auch verlängert werden.

Die Stadt sieht vor, das Grundstück einer Wohnbaugenossenschaft im Baurecht abzugeben. Dass das bereits nächstes Jahr geschehen könnte, ist jedoch unwahrscheinlich. Denn die zukünftige Baurechtnehmerin muss das unter Denkmalschutz stehende Salzmagazin aus dem 18. Jahrhundert übernehmen und sanieren.

Ein Abriss oder eine Verschiebung des Gebäudes wäre dabei nicht erlaubt, wie Cony Grünenfelder vom kantonalen Denkmalschutz bereits im Mai 2016 gegenüber unserer Zeitung sagte (Artikel vom 13. Mai 2016). Das Salzmagazin entpuppt sich zunehmend als schwere Hypothek und hat schon Interessenten abspringen lassen, so etwa die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern (ABL). Bis auf dem Eichwaldgebiet gebaut wird, könnte es also noch dauern. Weil das Salzmagazin baufällig ist, wurde es aus Sicherheitsgründen eingezäunt.

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