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STADT LUZERN: Parktickets vom Bus-Automaten?

Wer in Luzern für längere Zeit parkieren will, muss am städtischen Schalter eine Parkkarte kaufen. Die Stadt will das Prozedere nun vereinfachen. Andere Städte zeigen, wie es geht.
Können Autofahrer Parktickets künftig auch an Bus-Automaten lösen? (Symbolbild Boris Bürgisser)

Können Autofahrer Parktickets künftig auch an Bus-Automaten lösen? (Symbolbild Boris Bürgisser)

Robert knobel

Die Stadt Luzern schafft im Sternmatt-Quartier neue blaue Zonen. Darüber sind viele Anwohner nicht glücklich. Denn da die Parkdauer neu auf 1 bis 1,5 Stunden beschränkt ist, können diese kaum mehr als Besucherparkplätze dienen. Wer länger parkieren will, muss am Schalter der Stadtverwaltung eine Tagesparkkarte kaufen. Die Stadt will dieses Prozedere vereinfachen – beispielsweise durch ein Selber-Ausdrucken der Parkkarte am Heim-Computer (Ausgabe von gestern).

Basel bietet Service seit zwei Jahren

In anderen Städten gibt es aber noch weitere, einfache Möglichkeiten, Dauer-parkkarten zu kaufen. In Bern und Basel kann man sie beispielsweise an den Billettautomaten der öffentlichen Verkehrsbetriebe beziehen. In Basel gibt es diese Möglichkeit seit zwei Jahren. «Das Angebot wird gerne genutzt, da man die Parkkarte für das gewünschte Datum terminieren und damit gut im Vorfeld beziehen kann», sagt Jelena Dobrivojevic, Sprecherin der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB). Wer also zum Beispiel Besuch erwartet, kann an jedem beliebigen Billettautomaten schon vor der Ankunft des Besuchs eine Parkkarte für ihn lösen. Kein Wunder, ist das Angebot in Basel äusserst beliebt. Rund 100 000 Parkkarten werden pro Jahr auf diese Weise bezogen. Und die Tendenz sei «stark steigend», sagt Jelena Dobrivojevic.

«Das ist grundsätzlich eine Option»

Parktickets aus dem Billettautomaten – das könnte auch in der Stadt Luzern aktuell werden. «Das ist eine Option, die wir uns grundsätzlich vorstellen können», sagt Isabelle Kaspar, Projektleiterin bei der städtischen Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit. Allerdings gebe es noch viele offene Fragen. Da wäre zum Beispiel das Problem, dass sich die Bushaltestellen nicht unbedingt in der Nähe der Parkplätze befinden. Wer also spontan ein paar Stunden parkieren will, müsste zuerst sein Auto irgendwo abstellen, um dann eine Bushaltestelle zu suchen. Und natürlich müsste er während dieser Zeit ebenfalls Parkgebühren bezahlen.

Parkticket per Smartphone-App

Eine weitere Möglichkeit, die von der Stadt evaluiert wird, sind Parkkarten per Smartphone-App. Auch hier könnte man allenfalls auf die bestehende Infrastruktur des ÖV zurückgreifen – über die ÖV-Ticket-App der VBL. Doch auch dies hätte gewisse Stolpersteine. Schliesslich kann man per Handy kein Parkticket ausdrucken, um es hinter die Windschutzscheibe zu legen. Die App müsste mit der Polizei verbunden werden, damit ein Polizist bei einer Parkkontrolle feststellen kann, ob für das jeweilige Auto eine Parkkarte gelöst wurde.

Eine naheliegende Möglichkeit wäre der Bezug von Tageskarten an normalen Parkautomaten. Das gibt es in Luzern bereits: Am Churchillquai kann man am Automaten auch Tageskarten beziehen – gegen 10 Franken in bar. Allerdings setzt diese Methode das Vorhandensein von Parkautomaten voraus, was etwa in blauen Zonen nicht der Fall ist.

Gemäss Isabelle Kaspar werden die Planungen noch rund ein Jahr dauern. Dabei werden auch die Verkehrsbetriebe und die Polizei mit einbezogen. Bis dann will die Stadt ein Projekt ausarbeiten, wie der Bezug von Parkkarten vereinfacht werden kann.

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