STADT LUZERN: Problempflanzen auf dem Theaterplatz

Goldrute, Riesenbärenklau, Sommerflieder und Japanischer Knöterich sind attraktive Gartenpflanzen, verdrängen jedoch die einheimische Pflanzen- und Tierwelt. Vom 21. bis 26. August werden sie in natura ausgestellt.

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Er ist zwar schön anzusehen, verdrängt aber einheimische Arten: Sommerflieder. (Bild Susanne Balli/Neue LZ)

Er ist zwar schön anzusehen, verdrängt aber einheimische Arten: Sommerflieder. (Bild Susanne Balli/Neue LZ)

Die Ausstellung «Exotische Problempflanzen» wird gemeinsam vom Umweltschutz Stadt Luzern und der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern präsentiert. Die sieben wichtigsten Problempflanzen werden laut Medienmitteilung der Stadt Luzern in natura gezeigt. So falle es leichter, diese Pflanzenarten auch im eigenen Garten oder im freien Feld zu erkennen, heisst es.

Die Besucher der Ausstellung erhalten zudem
Informationen rund um die negativen Auswirkungen dieser Pflanzen und wie sie sinnvoll eingedämmt werden können. Zu folgenden Zeiten ist die Ausstellung durch eine Fachperson betreut:

  • Freitag, 22. August: 18 bis 21 Uhr  
  • Samstag, 23. August: 9 bis 11 Uhr  
  • Montag, 25. August: 12 bis 13 Uhr und 18 bis 19 Uhr  
  • Dienstag, 26. August: 12 bis 13 Uhr

Als blinde Passagiere in unser Land gekommen 
Seit der Entdeckung Amerikas 1492 ermöglichen die regen Handelsbeziehungen vielen Pflanzenarten aus Nordamerika und Ostasien nach Europa vorzudringen. Solche Pflanzenarten werden als Neophyten bezeichnet. Manche wurden als Nutz- oder Gartenpflanzen bewusst eingeführt, andere gelangten als blinde Passagiere unbeabsichtigt in Waren oder im Verpackungsmaterial, als Verunreinigungen von Getreide, Saatgut oder Vogelfutter hierher.

Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in unserer Pflanzenwelt ein. Einige setzen sich aber hartnäckig durch und müssen mit geeigneten Massnahmen möglichst frühzeitig reguliert werden.

  • Invasive Neophyten verdrängen einheimische Pflanzen und damit auch spezialisierte Tierarten, was vor allem in Naturschutzgebieten zu Problemen führt (z.B. Goldruten, Drüsiges Springkraut).  
  • Sie verändern das Landschaftsbild und die Vielfalt von Lebensräumen.  
  • Sie konkurrenzieren Nutzpflanzen, was zu Qualitäts- und Ertragseinbussen in der Land und Forstwirtschaft führen kann.  
  • Sie verursachen Schäden an Bauten sowie Mehraufwand beim Unterhalt von Strassen, Gleisanlagen, Uferböschungen (z.B. Japanischer Knöterich).  
  • Sie gefährden die Gesundheit (z.B. Ambrosia, Riesenbärenklau)

Kanton und Stadt entwickeln Strategien, die weitere Ausbreitung der invasiven Neophyten einzudämmen, heisst es in der Mitteilung. Nach dem Besuch der Ausstellung «Exotische Problempflanzen» sollen die Besucher die wichtigsten Neophyten kennen, wissen, welche Probleme sie verursachen und was man gegen sie tun kann.

ana