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STADT LUZERN: Reusswehr ist sicherer und ökologischer geworden

Pflanzen und Fische fühlen sich heute in der Reuss wohler als früher. Das sei der Sanierung des Wehrs zu verdanken, erklärt der Kanton.
Astrid Longariello
Die Seeregulierungsanlage, fotografiert von der Spreuerbrücke aus. Im Vordergrund ist das Seitenwehr zu sehen. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 22. März 2017))

Die Seeregulierungsanlage, fotografiert von der Spreuerbrücke aus. Im Vordergrund ist das Seitenwehr zu sehen. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 22. März 2017))

Von 2008 bis 2011 wurde die Reusswehranlage am Ausfluss des Vierwaldstättersees in Luzern saniert und teilweise neu gebaut. Gleichzeitig wurde das Flussbett ausgebaggert, um die Abflusskapazität zu erhöhen. Damit soll ein Hochwasser wie 2005 künftig verhindert werden. Seit dem Ausbau wurde ein Umweltmonitoring durchgeführt. Der Kanton wollte untersuchen, wie sich die Veränderungen beim Wehr langfristig auswirken. Das Fazit der Luzerner Regierung ist positiv – somit kann das entsprechende Wehrreglement nun definitiv in Kraft gesetzt werden.

Beobachtet wurden während der letzten Jahre 17 Indikatoren in verschiedensten Bereichen, wie beispielsweise Hydrologie, Grundwasser und Wasserpflanzen. Laut der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern wurden keine negativen Auswirkungen der geänderten Seeregulierung auf die Ökologie festgestellt. Im Gegenteil, rund ein Drittel der untersuchten Indikatoren entwickelte sich sogar positiv. Gemäss Urs Zehnder, Abteilungsleiter Naturgefahren beim Kanton, ist das Pegelregime im See heute natürlicher, weil die Regulierung des Pegelstandes direkt mit den Zuflüssen verknüpft ist. Auch würden heute in der Reuss seltener abrupte Abflussänderungen auftreten, womit der Fischbestand weniger in Mitleidenschaft gezogen wird. In Sachen Vegetation seien ebenfalls nur positive Be­obachtungen gemacht worden. «Wir konnten keinen Rückgang von gefährdeten Arten oder eine Zunahme von Problempflanzen feststellen. Im Gegenteil – durch die neue Regulierung entstehen neue, erwünschte Vegetations­typen», so Zehnder.

Hochwasser nur noch alle 12 bis 15 Jahre

Trotz der ausgebauten Wehran­lage sind Hochwasser weiterhin möglich, doch die Wahrscheinlichkeit ist kleiner. «Nachdem der See vor dem Ausbau zirka alle 4 bis 5 Jahre über die Ufer getreten ist, wird er dies künftig seltener, nämlich alle 12 bis 15 Jahre tun», sagt Zehnder. Fest stehe, dass das Hochwasser im Jahr 2005 nicht so drastisch ausgefallen wäre, wenn die neue Wehranlage schon zur Verfügung gestanden und die Regulierung nach dem neuen Reglement erfolgt wäre. «Der Hochwasserstand hätte damals nicht 435,24 Meter über Meer erreicht, sondern zirka 435,00 Meter.»

Astrid Longariello

astrid.longariello@luzernerzeitung.ch

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