STADT LUZERN: Russischer Teekocher für Hans Erni

Balalaika-Klänge, Kaviarbrötchen, Krim-Sekt und Baltika-Bier: Stilecht verlieh die Gesellschaft Schweiz-Russland (GSR) dem 101-jährigen Luzerner Künstler Hans Erni die Ehrenmitgliedschaft.

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Russischer Teekocher für Hans Erni. (Bild pd)

Russischer Teekocher für Hans Erni. (Bild pd)

Die Gesellschaft wollte damit «ein Kapitel Geschichte in Frieden abschliessen und dabei niemanden anklagen», wie GSR-Präsident Jürg Vollmer im Hans-Erni-Museum ausführte. Erni erhielt als Geschenk einen Samowar, einen russischen Teekocher. Von russischer Seite war Botschaftssekretär Vladimir Shatilov nach Luzern delegiert worden.

Hintergrund des schlichten Akts war ein Erni-Plakat, mit dem die damalige Gesellschaft Schweiz-Sowjetunion für diplomatisch-freundschaftliche Beziehungen der beiden Länder werben wollte. Der Bundesrat hatte das Plakat 1945 verboten. Die Magistraten Leuenberger und Couchepin entschuldigten sich für die Diskriminierungen und Fichierung Ernis.

Die Laudatio für Hans Erni hielt Georg Kreis. Der Basler Geschichtsprofessor würdigte Erni als Homo politicus, sein politisches Engagement von 1944 bis 1956 «für ein von der Sowjetunion angeführtes und geprägtes Friedensverständnis».

Jérome Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.