Stadt Luzern sagt Abfallsündern den Kampf an

Im vergangenen Jahr wurden in der Stadt Luzern rund 2400 Kehrichtsäcke bereitgestellt, die nicht den Vorschriften entsprachen. Das Strasseninspektorat will seine Kontrollen nun intensivieren.

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Die Stadt Luzern kontrolliert fehlbare Kehrichtsäcke intensiver. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Die Stadt Luzern kontrolliert fehlbare Kehrichtsäcke intensiver. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Insgesamt wurden in der Stadt Luzern im Jahr 2011 rund 2 Millionen Kehrichtsäcke zur Abfuhr bereitgestellt. Bei rund 2400 hatte das Strasseninspektorat etwas zu beanstanden, wie die Stadt am Montag in einer Mitteilung schreibt. Bei den Kontrollen wurden im vergangenen Jahr 1685 fehlbare Bereitstellungen eingesammelt und auf ihre Herkunft untersucht. Dies hatte 271 schriftliche Ermahnungen und 151 Rechnungsstellungen zur Folge. Gegen 32 Personen musste wegen Zuwiderhandlungen gegen das Abfallreglement eine Strafanzeige eingeleitet werden.

Entsorgung auf Kosten der Allgemeinheit

In den Bereich der falschen Bereitstellung fallen insbesondere auch die Kehrichtsäcke, welche bereits am Vorabend auf die Strasse gestellt werden. Dies locke Tiere an, welche die Säcke aufreissen und den Inhalt verteilen.

Ein weiteres Problem sei das Deponieren von Haushaltsabfällen in öffentlichen Abfallkörben. Wer dies tue, handle auf Kosten der Allgemeinheit und müsse mit einer Strafanzeige rechnen. Weiter würden bei Glassammelstellen oft auch PET-Flaschen deponiert, welche aber bei den Verkaufsstellen zurückgebracht werden müssten.

2012 mehr Kontrollen

Um gegen dieses fehlbare Verhalten vorzugehen, sammelt das Strasseninspektorat Abfälle – auch offizielle Gebührensäcke – die sich ausserhalb der jeweiligen Abfuhrtage auf öffentlichem Grund befinden, gesondert ein und geht konsequent gegen Fehlbare vor. Die dabei entstehenden Kosten gehen zu Lasten der Verursacher. Damit die Entsorgungsvorschriften besser eingehalten werden, will das Strasseninspektorat im Jahr 2012 verstärkt Kontrollen durchführen.

pd/bep