STADT LUZERN: Salle Modulable am Theaterplatz?

Die Salle Modulable soll auf das Machbare reduziert und doch realisiert werden, und zwar am Theaterplatz in Luzern. Das schlägt Michael Gnekow, eine einflussreiche Persönlichkeit des Luzerner Kulturlebens, im Interview mit unserer Zeitung vor.

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Michael Gnekow am Luzerner Theaterplatz. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Michael Gnekow am Luzerner Theaterplatz. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der 65-jährige Anwalt war Gründungsmitglied der Sitftung Konzerthaus KKL und langjähriges Stiftungsratsmitglied des Luzerner Theaters.

Gnekow kritisiert die Planung des neuen Musiktheaters in Luzern. «Leider wurde es versäumt, die Bevölkerung von der Notwendigkeit einer Salle Modulable zu überzeugen. Was dort hätte stattfinden sollen, blieb bis zuletzt erschreckend diffus und wenig transparent.»

Was Luzern brauche, sei ein mittelgrosser, für einen Ganzjahresbetrieb tauglichen Theaterbau mit 700 bis 800 Plätzen, der während drei Monaten dem Lucerne Festival dient, in der übrigen Zeit aber dem regionalen Theaterleben.

Als Standort favorisiert Gnekow den Theaterplatz, den attraktivsten Standort, den Luzern noch bieten kann». Es sei schade, dass man ihn nie ernsthaft auf seine Tauglichkeit hin evaluiert habe. «Er sei zu klein, war oft zu hören. Zu klein für was? Für abgehobenen Gigantismus etwa?»

Der Theaterplatz sei immerhin gross genug zur Platzierung des doppelten Volumens des heutigen Theaterhauses, das zudem über keine Untergeschosse verfügt. «Hier läge der Ansatz für eine Luzerner Lösung mit Augenmass, eine Lösung ohne den Einbezug weiterer Sponsoren - oder Steuergelder, was ohnehin illusorisch wäre», so Gnekow.

hb.

Das ausführliche Interview finden Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom 4. November 2010.