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Neubad erhält mehr Geld von der Stadt und bleibt bis 2023 bestehen

Die Stadt Luzern erneuert ihre Subventionsverträge mit Kultur- und Sportorganisationen. Neu erhält auch das Neubad einen solchen Vertrag. Dies, weil die ursprünglich bis Mitte 2017 beschränkte Zwischennutzung noch mindestens bis 2023 dauern dürfte.
Hugo Bischof
Aussenansicht des Neubads in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 12. Oktober 2018)

Aussenansicht des Neubads in Luzern. (Bild: Pius Amrein, 12. Oktober 2018)

Die Stadt Luzern schliesst neue Subventionsverträge im Kultur- und Sportbereich ab, die bis 2022 gültig sein werden. Damit bekräftige er seinen Wunsch, «mit den Institutionen weiterhin ein partnerschaftliches Verhältnis und einen offenen Dialog zu führen», teilte der Stadtrat mit.

Neu ist der Vertrag mit dem Verein Netzwerk Neubad. Dieser betreibt das Gebäude des ehemaligen städtischen Hallenbads an der Bireggstrasse seit 2013 provisorisch als Kultur- und Kreativzentrum. «Nachdem derzeit absehbar ist, dass diese Zwischennutzung noch mindestens fünf Jahre dauern wird», habe er eine Neubeurteilung vorgenommen, schreibt der Stadtrat.

Neubad erhält insgesamt 210'000 Franken

Demnach soll das Neubad ab 2019 von der Stadt Luzern mit jährlich 150 000 Franken subventioniert werden. Dazu kommt indirekt ein jährlicher Beitrag von 60 402 Franken. Es handelt sich dabei um den in der Rechnung ausgewiesenen Einnahmenverlust für das Gebäude, das der Verein Neubad unentgeltlich nutzen darf.

Bisher erhielt das Neubad einen jährlichen Programmbeitrag von 70 000 Franken aus dem städtischen Fonds zur allgemeinen Förderung von Kultur und Sport. Bei dessen erstmaliger Vergabe 2015 hatten bürgerliche Politiker vehement protestiert. Sie warfen der Stadtregierung Wortbruch vor, da diese zuvor mehrmals versprochen hatte, dem Neubad kein Geld zukommen zu lassen.

Eigenfinanzierung liegt bei 90 Prozent

«Das Neubad hat sich zu einem einzigartigen Kulturzentrum entwickelt, das breite Kreise anspricht und zu einem erfreulich lebendigen Brennpunkt im Neustadtquartier wurde», sagt Stadtpräsident Beat Züsli heute. Zudem werde es auch mit dem städtischen Beitrag eine hohe Eigenfinanzierung von über 90 Prozent aufweisen – bei einem Jahresumsatz von rund 2,2 Millionen Franken. Das Neubad ist erfreut über den städtischen Beitrag. «Er zeigt die Wertschätzung der Stadt für unsere Arbeit und Leistungen», sagt Neubad-Geschäftsführer Dominic Chenaux. Zudem erhalte das Neubad dadurch zusätzliche längerfristige Planungsperspektiven.

Ein Profiteur der neu ausgehandelten Subventionsverträge ist auch das Kleintheater. Es soll von der Stadt Luzern künftig jährlich 350 000 Franken erhalten – 80 000 Franken mehr als bisher. Die Erhöhung sei gerechtfertigt durch den Umstand, dass mehrere langjährige Sponsoren «aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ihr Engagement zurückgezogen haben», betont der Stadtrat. Das Kleintheater wirke «als Impulsgeber in der Kleinkunst- und freien Theaterszene». Es habe zwar mit viel Aufwand und Herzblut neue Gelder generieren können, «jedoch nicht in der Höhe der abgeflossenen Sponsorengelder». Als Sponsor zurückgezogen haben sich gemäss Stadtrat unter anderen die EWL (Energie Wasser Luzern).

Bei weiteren sechs Kulturinstitutionen – vom Comic Festival bis zum Blues Festival – bleibt der städtische Beitrag in den kommenden vier Jahren unverändert. Die Subventionsvereinbarung mit dem Südpol konnte wegen der kürzlichen personellen Wechsel im Südpol-Vorstand (wir berichteten) noch nicht abgeschlossen werden. Das soll «zum gegebenen Zeitpunkt geschehen», so der Stadtrat.

Auch Ruder-Regatta wird stärker subventioniert

Im Bereich Sport ist eine Subventionserhöhung für den Ruder-Anlass Lucerne Regatta vorgesehen. Die bisherige Jahressubvention von 70 000 Franken soll im kommenden Jahr auf 80 000 Franken und danach stufenweise auf 100 000 Franken in den Jahren 2021 und 2022 angehoben werden. Mit dem Neubau des Rotsee-Ruderzentrums hätten sich einige Rahmenbedingungen für den Grossanlass verändert, schreibt der Stadtrat. So hätten sich etwa die Kosten für die Reinigung verdoppelt und jene für die Infrastruktur um rund 60 000 Franken erhöht. Mehr Geld erhalten in den kommenden vier Jahren auch der Swiss City Marathon und Spitzen Leichtathletik Luzern. Unverändert bleibt der Beitrag für den Stadtlauf.

Um die Beiträge für das Kleintheater, das Comic-Festival Fumetto und den Verein Netzwerk Neubad in den kommenden vier Jahren zu sichern, beantragt die Stadtregierung beim Stadtparlament Kredite in der Höhe von insgesamt rund 3,3 Millionen Franken. Die Beiträge für die übrigen Institutionen liegen in der Kompetenz des Stadtrats.

Nicht betroffen von den neuen Verträgen sind das Lucerne Festival, das Kunstmuseum, das Verkehrshaus, das Luzerner Theater und das Luzerner Sinfonieorchester. Sie werden über den Zweckverband Grosse Kulturbetriebe subventioniert – zu 70 Prozent durch den Kanton, zu 30 Prozent durch die Stadt Luzern. Bei total 28,5 Millionen Franken pro Jahr beträgt der Anteil der Stadt hier knapp 8,6 Millionen Franken.

Subventionsbeiträge ab 2019

Stiftung Kleintheater Luzern Fr. 350‘000.–
Verein Fumetto Luzern Fr. 210‘000.–
Kunsthalle Luzern (Verein Luzerner Ausstellungsraum) Fr. 166’100.–
Verein Netzwerk Neubad Fr. 150'000.–
Stiftung Gletschergarten Luzern Fr. 150‘000.–
Blue Balls Festival (Verein Luzerner Blues Session) Fr. 130‘000.–
Stiftung World Band Festival Fr. 130‘000.–
Blues Festival Luzern Fr. 110‘000.–
Lucerne Regatta Association Fr. 80‘000.–
Verein SwissCityMarathon Fr. 70‘000.–
Spitzen Leichtathletik Luzern Fr. 70‘000.–
Verein Luzerner Stadtlauf Fr. 40‘000.–

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