STADT LUZERN: Schwere Vorwürfe gegen «Määs»-Organisator

Verschiedene Schausteller der Luzerner Herbstmesse haben gravierende Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter der Gewerbe- und Gesundheitspolizei erhoben. Diese Vorwürfe werden nun im Interesse der Stadt aber auch des betroffenen Mitarbeiters überprüft.

Drucken
Teilen
Einzelne Schausteller mit Fahrgeschäften sollen an der Luzerner «Määs» bevorzugt worden sein. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Einzelne Schausteller mit Fahrgeschäften sollen an der Luzerner «Määs» bevorzugt worden sein. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Der Mitarbeiter der Gewerbe- und Gesundheitspolizei soll insbesondere einzelne Schausteller mit ihren Fahrgeschäften gegenüber anderen bevorzugt haben, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern. Der Angeschuldigte war seit einigen Jahren für die Organisation der Herbstmesse verantwortlich.

Die Vorwürfe wurden der Sicherheitsdirektion Ende August bekannt. Sie habe daraufhin unverzüglich die notwendigen Abklärungen in die Wege geleitet, heisst es in der Mitteilung. Das Amtsstatthalteramt Luzern hat eine Strafuntersuchung eingeleitet und prüft die Vorwürfe, das Polizeikommando hat ein Disziplinarverfahren eröffnet.

Die Vergabe der Standplätze sorgt für Diskussionen
Erste Abklärungen des Polizeikommandos haben laut Mitteilung ergeben, dass hinter den Vorwürfen ein schon seit Jahren schwelender Konflikt um die Vergabe der Standplätze an der Määs stecken könnte. Dieser gehe schon auf die Zeit vor der Zuständigkeit des Angeschuldigten für die Määs zurück. Die Sicherheitsdirektion werde deshalb eine neutrale, externe Stelle mit den Abklärungen beauftragen.

Bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse gilt für den Mitarbeiter die Unschuldsvermutung. Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, wurde er auch zu seinem eigenen Schutz vorerst von allen Pflichten und Befugnissen im Zusammenhang mit der Herbstmesse «Määs» auf dem Inseli entbunden.

ana