Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

STADT LUZERN: Schwermetall belastet Böden in Familiengärten

Die Untersuchungen der Familiengärten im Kanton Luzern zeigen Handlungs­bedarf im Areal Sedel-West. Es wurden deutlich erhöhte Bodenbelastungen mit Schwermetallen und Schadstoffen festgestellt.
Die Schrebergärten beim Sedel. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Die Schrebergärten beim Sedel. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Untersuchungen in verschiedenen Kantonen haben gezeigt, dass Familiengartenböden deutlich erhöhte Schadstoffgehalte haben können, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Luzern. Deshalb habe die kantonale Dienststelle Umwelt und Energie 2008 mit der Untersuchung der fast 50 Familiengartenareale im Kanton Luzern begonnen.

Schadstoffe werden von Gemüsepflanzen aufgenommen
Die Ursachen, die zu einer Belastung von Gartenböden führen können, sind vielfältig, die Bewirtschaftung aber auch das nähere Umfeld der Areale seien von Bedeutung, heisst es. Die Schadstoffe können zum Beispiel von Holzaschen und Kehrichtschlacken – früher als Bodenverbesserer eingesetzt – kommen.

Auch mit der Lage eines Areals im Bereich von künstlichen Aufschüttungen (zum Beispiel mit Kehricht) oder in der Nähe stark frequentierter Verkehrswege steigt das Risiko erhöhter Bodenbelastungen laut Mitteilung. Ein Teil der Schwermetalle und Schadstoffe im Boden wird durch die Gemüsepflanzen aufgenommen. Langfristig kann dies die Gesundheit der Gartenbewirtschafter gefährden.

Drei belastete Parzellen dürfen nicht genutzt werden
In der ersten Projektphase habe die kantonale Dienststelle Umwelt und Energie jene Areale ermittelt, die am ehesten mit Schadstoffen belastet sein könnten. Im Kanton sind dies elf Areale, davon liegen acht teilweise oder ganz in der Stadt Luzern, eines in der Gemeinde Littau.

Eine Projektgruppe hat den Auftrag, die neun Areale bis im Herbst auf Bodenbelastungen zu untersuchen und allfällige Massnahmen einzuleiten. Zunächst wurden historische Abklärungen zu den Gartenarealen Sedel-West, Riedstrasse, Mohrental und Friedental-Ried in die Wege geleitet. Diese liegen in der Nähe der ehemaligen städtischen Kehrichtdeponie Friedental, weshalb auf diesen Arealen die höchsten Bodenbelastungen vermutet werden.

Auf dem Areal Sedel-West (Friedental/Luzern) wurden bereits deutlich erhöhte Schadstoffgehalte festgestellt. Drei Gartenparzellen sind so stark belastet, dass deren Nutzung bis zum Austausch des Bodens verboten wird. Bei den anderen Parzellen prüft der Kanton, welche Massnahmen ergriffen werden müssen. Vorsorglich soll auf den Anbau von Nahrungspflanzen verzichtet werden.

Informationen und Ansprechpersonen
Am Mittwoch, 28. Januar, wurden die Bewirtschafter des Gartenareals Sedel-West an einer Versammlung informiert. Die Bewirtschafter der übrigen Areale werden im März an den Generalversammlungen des Familiengärtnervereins Luzern und des Pflanzlandpächtervereins informiert.

Der Zwischenbericht des Kantons kann im Internet eingesehen werden. Die kantonale und die städtische Umweltfachstelle stehen für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Ansprechpersonen sind Stefan Herfort, Umweltschutz Stadt Luzern, Telefonnummer 041 208 83 29 sowie David Widmer, Kanton Luzern, Umwelt und Energie, Telefonnummer 041 228 69 62.

ana

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.