Stadt Luzern
«Seed of Change» – der Verein erhält Anerkennung für sein Engagement im Babel-Quartier

Der jährlich verliehene Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern ging dieses Jahr an den Verein Seed of Change. Die Bemühungen zur Aufwertung des Babel-Quartiers wurden mit 5000 Franken honoriert.

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Matthias Leutwyler (links) und Andreas Müller als Vertreter von «Seed of Change», zusammen mit Stadtrat Martin Merki (rechts) bei der Übergabe des Anerkennungspreises.

Matthias Leutwyler (links) und Andreas Müller als Vertreter von «Seed of Change», zusammen mit Stadtrat Martin Merki (rechts) bei der Übergabe des Anerkennungspreises.

Bild: pd

Der diesjährige Gewinner des mit 5000 Franken dotierten Anerkennungspreises Quartierleben ist der Verein Seed of Change, verkündet die Stadt Luzern in einer Mitteilung. Er trug mit verschiedenen Projekten zur Aufwertung des Babel-Quartiers rund um die Basel-, Bern- und St.-Karli-Strasse bei.

So wird der Anerkennungspreis verliehen

Der jährliche Anerkennungspreis Quartierleben richtet den Fokus auf ein ausgewähltes Projekt, das beispielhaft das vielfältige ehrenamtliche Engagement aufzeigt, welches das Leben in den Quartieren der Stadt belebt. Eine Jury mit Mitgliedern aus den Quartieren und der Stadtverwaltung bestimmt jeweils den Gewinner. Die Verleihung des Anerkennungspreises ist in die jährliche Quartierkonferenz eingebettet, an die jeweils alle Quartierkräfte der Stadt eingeladen sind. Dem Stadtrat biete sich so die Möglichkeit, der grossen Anzahl Freiwilliger Danke zu sagen, schreibt er in der Mitteilung.

Im ersten Jahr der Austragung ging der Anerkennungspreis 2018 an die Chrampfergruppe Grenzhof, im Jahr darauf an das Verein Kinderfest Littau und 2020 an verschiedene Jugendverbände, bevor dieses Jahr «Seed of Change» geehrt wurde.

«Seed of Change»-Vereinsmitglied Andreas Müller sagt zur Anerkennung: «Wir haben noch keinen konkreten Plan, was wir mit dem Gewinn machen, die Überraschung muss sich erst mal legen. Unser Engagement ist aber noch lange nicht fertig. Der Preis ermöglicht uns die Freiheit, Neues zu planen und auszuprobieren.»

In diesem Video wird der Verein Seed of Change vorgestellt:

Gemeinsamer Einsatz für das Dammgärtli

In den Verein Seed of Change sind derzeit zwei Familien und zwei Einzelpersonen involviert. Die Freunde hegten lange den Plan, nahe beieinander zu wohnen. Seit drei Jahren leben sie im Babel-Quartier und setzen sich für das Dammgärtli ein. In den letzten beiden Jahren organisierten sie eine Woche im Sommer, bei der 100 Freiwillige an der Dammwand, dem Löwenwagen und der Rutschbahn malten und bastelten. Dank dieser Anlässe, die jeweils mit einem Fest gefeiert wurden, etablierte sich auch eine WhatsApp-Gruppe, die unter anderem zu gemeinsamen Grillabenden einlädt.

Gemeinsam mit dem Sentitreff organisierte «Seed of Change» anlässlich der EM 2021 Public-Viewings. Das Integrationsprojekt lief unter dem Namen Station Untergrund und sei «das wohl integrativste Public-Viewing der Stadt» gewesen, so die Mitteilung. Müller sagt: «Das Ergebnis selber steht nicht im Fokus, viel wichtiger ist das Projekt selber: Zusammen mit Kindern und der ganzen Gemeinschaft am gleichen Strick ziehen, sich vernetzen und gemeinsam etwas erarbeiten ist das Wertvollste.» (se)

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