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STADT LUZERN: Sitzmöbeltest: Futuristische Modelle fallen durch

Die Stadt Luzern hat die Rückmeldungen aus der Internet-Umfrage zu den testweise aufgestellten Sitzmöbeln im öffentlichen Raum ausgewertet. Am Besten kommen bei den Luzernern die Sitzgelegenheiten aus Holz mit einer Rückenlehne an.
Die Holzliege im Kurpark kam beim Test am besten an. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Holzliege im Kurpark kam beim Test am besten an. (Bild: Dominik Wunderli)

Im Herbst hatte die Stadt Luzern verschiedenartige Sitzmöbel auf dem Kornmarkt, auf dem Kurplatz, im Stadthauspark und in der Tribschenstadt aufgestellt, um diese zu testen (wir berichteten). Die Bevölkerung konnte die Sitzgelegenheiten in einer Internet-Umfrage bewerten. Die Resultate würden zeigen, dass Sitzmöbel aus Holz sehr beliebt seien, meldet die Stadt Luzern. Holz wird gemäss der Umfrage als «angenehm» und «behaglich» beurteilt. Wichtig ist auch eine Rückenlehne. Diese sei bei einigen Sitzmöbeln vermisst worden. Am beliebtesten war die Holzliege, die im Kurpark am See stand.

Kunststoff polarisiert, Metall fällt durch

Die Sitzgelegenheiten aus Kunststoff bewertete die Bevölkerung unterschiedlich. Kinder und Jugendliche fanden Gefallen an den farbigen Möbeln und spielerischen Möglichkeiten, etwa dem Sofa auf dem Kornmarkt. Erwachsene beurteilten Kunststoff als «billig» und «unbehaglich». Auch die Platzierung auf dem Kornmarkt wurde kritisiert. Farbige Kunststoffmöbel würden nicht in die Altstadt passen, so die Bevölkerung.

Hauptsächlich negativ fielen die Rückmeldungen gemäss der Stadt hinsichtlich der Möbel aus Metall wie der Sitzbank in der Tribschenstadt. Das Material haben die Tester als «nicht behaglich», im Winter als «zu kalt» und im Sommer als «zu heiss» empfunden. Wegen des Morgentaus sei die Bank auch als «immer nass» bewertet worden.

Zahlreiche Rückmeldungen

Die Vehemenz der Rückmeldungen habe überrascht und zeige auf, wie wichtig Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum seien, so die Stadt Luzern. Das Thema sorgte für grossen Wirbel bei der Bevölkerung (wir berichteten) und Politikern (wir berichteten). Es wurde befürchtet, dass die Stadt einen kompletten Ersatz der rund 1200 herkömmlichen Bänkli plant. Für Aufsehen sorgte auch das Entlebucher Bänkli, das von der Unesco-Biosphäre Entlebuch heimlich in den Sitzmöbel-Test eingeschleust wurde.

Pro offiziell aufgestelltes Möbelstück sind bis zu 220 Rückmeldungen eingegangen. Es sei aber nie die Absicht der Stadt gewesen, die Sitzbänke durch neue Sitzgelegenheiten zu ersetzen, so die Stadt. Beim Test sei es darum gegangen, zu testen, welche Sitzgelegenheiten als Ergänzung in Frage kommen würden. Die Erkenntnisse sollen in die Planung und Projektierung von zukünftigen Aufwertungsmassnahmen einfliessen.

pd/spe

Durchgefallen ist bei den Leuten die Metall-Sitzbank in der Tribschenstadt. (Bilder: Dominik Wunderli (Luzern, 12. September 2017))

Durchgefallen ist bei den Leuten die Metall-Sitzbank in der Tribschenstadt. (Bilder: Dominik Wunderli (Luzern, 12. September 2017))

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