Stadt Luzern soll in die Höhe wachsen

Die Stadt Luzern hat ihre Bau- und Zonenordnung überarbeitet. Diese soll es möglich machen, in Zukunft dichter und höher zu bauen. Das Dokument liegt noch bis Mitte September öffentlich auf.

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Luzern aus der Luft. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Luzern aus der Luft. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Die Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern aus dem Jahr 1994 ist überarbeitet worden. Sie liegt vom 18. August bis 16. September 2011 öffentlich auf. Während dieser Zeit haben die Luzernerinnen und Luzerner Gelegenheit, die Planungsunterlagen zu studieren und Einsprachen zu machen.

Höher und dichter

Die BZO habe für die Stadtentwicklung eine zentrale Bedeutung, wie es in einer Mitteilung der Stadt Luzern heisst. In ihr würden die Nutzungsart, das Nutzungsmass und die Bauweise für die Grundstücke definiert. So sei zum Beispiel festgelegt, wie dicht und wie hoch in den Quartieren gebaut werden darf, ob in einem Quartier mehrheitlich gewohnt wird und wo auch gearbeitet werden darf.

Mit der neuen BZO setzte der Stadtrat auf eine innere Verdichtung. Es solle möglich sein, höher und dichter zu bauen. Zudem wurde das Regelwerk stark vereinfacht.

Genehmigung auf Frühjahr 2013 geplant

Nach der öffentlichen Auflage werden die Einspracheverhandlungen geführt und die BZO wenn nötig angepasst. Vorgesehen ist, dass die Stadtluzerner Stimmbevölkerung an der Urne abschliessend entscheiden kann, damit diese voraussichtlich im Frühjahr 2013 vom Regierungsrat des Kantons Luzern genehmigt werden kann.

pd/bep

Alle Informationen zur BZO im Internet

Öffentliche Auflage

Die Pläne können zudem im Stadthaus bei der Dienstabteilung Stadtentwicklung jeweils von Montag bis Freitag, 8 bis 12 und 13.30 bis 17 Uhr eingesehen werden. Täglich stehen von 8 bis 9 Uhr und von 16 bis 17 Uhr Fachleute für Auskünfte zur Verfügung. Für eine Beratung ausserhalb der Auskunftszeiten kann vorgängig ein Termin vereinbart werden (Telefon 041 208 85 72).

pd

Reaktionen

«Die SP/Juso-Fraktionverlangt Nachbesserungen bei der heute öffentlich aufgelegten Bau- und Zonenordnung (BZO). Die darin vorgesehene Abschaffung des Wohnanteilplans gefährdet bezahlbaren Wohnraum in der Innenstadt und ist für SP und Juso inakzeptabel. Soll die BZO bei einer Abstimmung eine Mehrheit finden, müssen die Anliegen der Mieterschaft, Quartiere und Wohnbaugenossenschaften stärker gewichtet werden, als die Profite der Immobilienbesitzer.»

pd