Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STADT LUZERN: Stadtrat prüft Studie zur Überdeckung der Bahngleise

Die Fraktion der Grünen fordert den Stadtrat in einem Postulat auf, die Überdeckung der Bahnhofeinfahrt zu prüfen. Auf der «neuen» Fläche sollen Grünräume, Spielplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen.
Der Stadtrat prüft, ob er eine Studie in Auftrag geben will, die zeigen soll, ob die Einfahrt in den Bahnhof Luzern (hier Bereich Bundesstrasse, Abzweigung Ahornstrasse in Richtung Bahnhof) überdacht werden kann. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 16. Juni 2017))

Der Stadtrat prüft, ob er eine Studie in Auftrag geben will, die zeigen soll, ob die Einfahrt in den Bahnhof Luzern (hier Bereich Bundesstrasse, Abzweigung Ahornstrasse in Richtung Bahnhof) überdacht werden kann. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 16. Juni 2017))

Konkret soll der Stadtrat prüfen, ob die Gleisabschnitte zwischen Neustadtstrasse und Paulusplatz sowie zwischen Sälistrasse und Heimbachschulhaus überdeckt werden können, wie die Fraktion der Grünen in ihrem am 24. Mai eingereichten Postulat «Boulevard auf dem Gleis (Luzern lebt)» fordert. Nebst neuen Grünflächen sollen Wege für Fussgänger und Velofahrer entstehen. Auch Ideen aus der Bevölkerung sollen bei der Nutzung berücksichtigt werden, schreiben die Grünen im Postulat.

Der Stadtrat ist dieser Idee gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt, wie er am Freitag in seiner Stellungnahme schreibt. Er anerkennt, dass in den Quartieren Bruch, Hirschmatt und Neustadt eine Unterversorgung mit Freiräumen besteht. Durch die Erbauung der Siedlung «Himmelrich 3» werde das Freiraumangebot im Neustadt-Quartier jedoch bereits «wesentlich verbessert». Diese soll bis etwa 2022 abgeschlossen sein.

Die im Postulat geforderte Massnahme der Gleis-Überdachung könne sich aber durchaus ebenso positiv auf die Freiraum-Qualität in den an den Bahngleisen liegenden Quartieren auswirken, schreibt der Stadtrat. Ausserdem erachtet er die Mehrfachnutzung von Verkehrsinfrastruktur-Anlagen grundsätzlich als sinnvoll.

Als positives Beispiel hierfür zieht er unter anderem Genf heran, wo die Idee der Überdeckung bereits im Jahr 2000 realisiert wurde. Die dortige Umsetzung zeige aber auch, welche zeitlichen und finanziellen Ressourcen ein derartiges Projekt in Anspruch nehmen würde. Die Überdeckung von 430 Metern Bahngleis kosteten Genf damals 34 Millionen Franken, so der Stadtrat. Von der ersten Planungsstudie bis zur Fertigstellung hat es zudem 18 Jahre gedauert. Die Idee der Grünen sei somit «nur in einem langfristigen Zeithorizont umsetzbar».

100'000 Franken für Machbarkeitsstudie

Die beiden Gleisabschnitte, welche die Grünenfraktion in ihrem Postulat zur Überdeckung vorschlägt, sind zusammen mehr als doppelt so lange, wie die überdeckte Gleisstrecke in Genf. Der Abschnitt zwischen Neustadtstrasse und Paulusplatz misst 530 Meter, jener zwischen Sälistrasse und Heimbach-Schulhaus/Klosterstrasse beträgt 380 Meter, hält der Stadtrat fest.

Da diese beiden Bereiche baurechtlich der Grünzone zugerechnet werden, wäre eine Überdeckung in rechtlicher Hinsicht möglich. Benötigt wird für eine Umsetzung jedoch auch die Zustimmung des Grundeigentümers – in diesem Fall die SBB. Als zusätzlichen Aspekt, der zu berücksichtigen ist, nennt der Stadtrat die sich möglicherweise verändernden Kapazitätsanforderungen, die sich im Rahmen des geplanten Durchgangsbahnhofs ergeben könnten. Auf dieses Projekt sei deshalb Rücksicht zu nehmen.

Um abzuklären, ob und in welcher Form die Idee der Gleisüberdeckung umgesetzt werden kann, ist eine Machbarkeitsstudie nötig, die rund 100'000 Franken kostet, so der Stadtrat. Bevor eine solche allenfalls durchgeführt würde, trifft er aber zunächst noch weitere Abklärungen. Die entsprechenden Massnahmen nimmt er in die Aufgaben- und Finanzplanung 2019-2022 auf. Erst dann werde der Stadtrat entscheiden, wie es mit der Idee der Gleisüberdeckung weitergeht.

pd/lur

Eine allfällige Überdachung wäre zwischen Heimbachschulhaus und Sälistrasse (links) sowie Paulusplatz und Neustadtstrasse geplant. (Bild: Google Maps)

Eine allfällige Überdachung wäre zwischen Heimbachschulhaus und Sälistrasse (links) sowie Paulusplatz und Neustadtstrasse geplant. (Bild: Google Maps)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.