STADT LUZERN: Stadtrat stösst mit neuem Job für Strategie auf Widerstand

Die Luzerner Stadtregierung ist mit Plänen für eine neue Strategiestelle in der Verwaltung im Parlament teils auf Widerstand gestossen. Die Geschäftsprüfungskommission will dafür nur 80 statt 150 Stellenprozente bewilligen.

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Der Luzerner Stadtrat vor dem Stadthaus. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Der Luzerner Stadtrat vor dem Stadthaus. (Bild: Pius Amrein / LZ)

Wie die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Stadtrates am Mittwoch mitteilte, hat ein Teil der Kommission Vorbehalte, weil die Strategie Aufgabe des Stadtrates sei und nicht delegiert werden könne. Der andere Teil hingegen hält die Stelle als Unterstützung für den Stadtrat für nötig. In einem Kompromiss spricht sich die Kommission für 160'000 Franken pro Jahr für eine 80-Prozent-Stelle aus.

Die Stadtregierung will im Zug einer Reorganisation der Stadtverwaltung bei der Stadtkanzlei eine neue Stelle für Strategiemanagement schaffen. Dieses hat den Auftrag, mit den Direktionen und dem Stadtrat eine Strategie für die Stadt über zehn Jahre zu erarbeiten und die Umsetzung zu kontrollieren.

Die ebenfalls vorgeschlagene neue 100-Prozent-Stelle für Organisationsberatung in der Personalabteilung hiess die Kommission mehrheitlich gut, ebenso wie den Rest der geplanten Reorganisation der Stadtverwaltung.

Der Stadtrat will die Verwaltung für rund 4,4 Millionen Franken reorganisieren. Sie soll weiterhin aus fünf Direktionen und dem Stadtpräsidium bestehen. Wichtigste Änderung ist der Wechsel des Bereichs Sicherheit von der Umwelt- und Verkehrs- zur Sozialdirektion.

Die neue Organisation soll ab 2018 gelten. Die Änderungen und Details liegen in der Kompetenz der Regierung. Das Parlament muss den Namensänderungen der zwei Direktionen im Organisationsreglement und dem Kredit zustimmen. Das Stadtparlament befasst sich Mitte Februar mit der Vorlage. (sda)