STADT LUZERN: SVP distanziert sich von Kuhns Äusserungen

Die Parteileitung der SVP Stadt Luzern distanziert sich von den Inhalten auf dem Blog ihres Präsi­denten René Kuhn. Gleichzei­tig wirft sie der SP «heuchle­risches, politisches Kalkül» vor.

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René Kuhn. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

René Kuhn. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

René Kuhn, Präsident der SVP Stadt Luzern, mokierte sich in einem Blog-Eintrag auf seiner Homepage über «linke und ungepflegte Frauen, die nichts auf ihr Äusseres geben» und geht dabei in der Wortwahl noch etwas weiter: Von «zerlumpten Weibern», «Vogelscheuchen» und «Gruselkabinett» ist gar die Rede.

Dies rief die SP der Stadt Luzern auf den Plan, die diese öffentliche Beleidigung von Frauen in einem Schreiben an die Medien verurteilte und gleichzeitig die SVP Stadt Luzern auforderte, «sich von diesen Äusserungen zu distanzieren und Konsequenzen zu ziehen.»

«Das ist Kuhns private Meinung»
Das hat die SVP Stadt Luzern nun teilweise getan. In einer Medienmittei­lung hält die Parteileitung fest, dass es sich um die private Meinung von René Kuhn handelt. Die Wortmeldung sei nicht abgesprochen gewesen und decke sich nicht mit der Meinung der Parteileitung.

Im weiteren distanziert sich die Parteileitung von Kuhns Äusserungen, wundert sich allerdings über die Prioritätensetzung der SP: «Dass der Stadtrat und an seiner Spitze der Stadtpräsident im Wahlkampf zum 2. Wahlgang gemäss Luzerner Regierungsrat elementare rechtsstaatliche Prinzipen verletzt hat, und der Stadtpräsident vom Luzerner Regierungsrat mit einmalig deutlichen Worten gerügt wurde, war der SP kaum eine Bemerkung wert, noch den Ruf nach Konsequenzen.»

Dass die SP sich nun bei diesem Fall enerviere, betrachte die Parteileitung der SVP als «heuchlerisches, politisches Kalkül» – und das verurteile sie ebenso, hiess es weiter.

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