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STADT LUZERN: SVP schlägt neue Parteispitze vor

Die Nachfolge für den städtischen SVP-Parteipräsidenten Peter With ist jetzt bekannt: Künftig soll Kantonsrat Dieter Haller das Ruder übernehmen. Dort wird er allerdings als wenig aktiv wahrgenommen.
Gabriela Jordan
SVP-Kantonsrat Dieter Haller im Vereinslokal der Wey-Zunft im Pulverturm der Luzerner Museggmauer. (Bild: Corinne Glanzmann (22. Januar 2018))

SVP-Kantonsrat Dieter Haller im Vereinslokal der Wey-Zunft im Pulverturm der Luzerner Museggmauer. (Bild: Corinne Glanzmann (22. Januar 2018))

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

Die Liste von Dieter Hallers (43) Aktivitäten ist lang: Der Unternehmer und Littauer SVP-Kantonsrat ist mitunter Mitglied des Gewerbeverbands und der Wey-Zunft, Trainer beim Bernisch Kantonalen Schwingerverband und Präsident der Gönnervereinigung Luzerner Stadtlauf. Nun kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Läuft alles nach Plan, wird der Politiker in weniger als zwei Wochen das Präsidium der SVP Stadt Luzern übernehmen. Am 2. Februar entscheidet die Partei über die Nachfolge von Peter With, der im Frühling zum Präsidenten des kantonalen Gewerbeverbands gewählt werden dürfte und deshalb als SVP-Präsident zurücktritt (Ausgabe vom 22. August).

Wie die SVP mitteilt, wurde Dieter Haller einstimmig für das Amt des Präsidenten vorgeschlagen. Als ehemaliger Emmer Einwohnerrat, ehemaliger Luzerner Grossstadtrat sowie amtierender Kantonsrat habe er seit 2005 einen grossen Erfahrungsschatz aufbauen können. Wie bereits Peter With ist auch Dieter Haller als Unternehmer in der Wirtschaft verankert. Er ist Partner des Personalberatungsbüros «Rent a Person» mit Sitz in Baden.

Haller will GLP «stärker ins Boot holen»

Wird Haller am 2. Februar gewählt, dürfte sich am Kurs der städtischen SVP nicht viel ändern. Es ist zu erwarten, dass er die eher konsensorientierte Politik von Peter With fortführen wird. «Ich bin sicher nicht ein Hardliner, sondern eher ein Teamplayer», sagt er über sich selbst. Angesichts der derzeit linken Mehrheit im Stadtparlament bleibt die Zusammenarbeit mit den Bürgerlichen wichtig. Laut Haller ist dieser Schulterschluss im Moment sehr spürbar: «Gegenüber früher, als wir noch die Mehrheit im Stadtparlament hatten, ist es ein partnerschaftlicheres Zusammenarbeiten. Schön wäre es, wenn wir die GLP stärker ins Boot holen könnten.»

Wo also will Haller in der städtischen Politik künftig Akzente setzen? Ein permanentes Thema sei für ihn der Verkehr: Punkto Spange Nord zum Beispiel müsse sich die Stadt klar auf den Kanton zubewegen und nicht auf die längere Einhausung der Friedentalstrasse pochen. Bald eine Lösung müsste man aus seiner Sicht ausserdem für die logistischen Probleme des Luzerner Theaters finden.

Grüne sprechen von «Verlegenheitslösung»

Gegenüber seinem Vorgänger, der jahrelang das Aushängeschild der SVP war, ist Dieter Haller weniger präsent. Laut einigen seiner politischen Kontrahenten fällt er zum Beispiel im Kantonsrat kaum auf. Kantonsrätin Monique Frey (Grüne/Emmen), die mit ihm in der Aufsichts- und Kontrollkommission sitzt, vermutet im Zusammenhang mit seiner Nomination gar eine «Verlegenheitslösung». Als Präsident stehe er vor der schwierigen Aufgabe, die «Partei wieder zu stabilisieren, damit sie nicht weiter vor sich herdümpelt», so Frey. Dies sei für Haller umso schwerer, weil er als gebürtiger Aargauer und späterer Emmer in der Stadt Luzern weniger vernetzt sei. Hinzu kommt, dass er nicht im Stadtparlament sitzt.

Darauf angesprochen, zeigt sich die Parteileitung zuversichtlich: Laut dem Luzerner SVP-Kantonsrat Thomas Schärli hat Haller Kontakte im ganzen Kanton, in der Stadt könne er diesen Mangel zudem aufholen. Als Vorteil wird Haller attestiert, dass er im Vergleich zu With entscheidungsfreudiger sei.

Für Verwunderung sorgt schliesslich ein Satz in der Mitteilung der SVP: Demnach wird Haller als Präsident bestätigt, «sofern es keinen Sprengkandidaten gibt». Eine Überraschung erwartet die Partei laut Peter With aber nicht. Theoretisch sei es aber möglich, dass sich noch jemand anderes zur Wahl stellt.

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