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Interview

Warum tränkt die Stadt Luzern die Fussballplätze in der Mittagshitze?

Die Sonne brennt vom Himmel, die Rasensprenger auf der Luzerner Allmend laufen auf Hochtouren - sogar in der Mittagshitze. Das sei nötig und problemlos möglich, sagt der Baumsachverständige der Stadt. Dennoch erwartet er, dass wegen der Trockenheit einige Pflanzen eingehen werden.
Roman Hodel
Rasensprenger auf der Luzerner Allmend. (Bild: hor)

Rasensprenger auf der Luzerner Allmend. (Bild: hor)

Auf den Fussballplätzen auf der Luzerner Allmend laufen die Rasensprenger dieser Tage auf Hochtouren – kein Wunder bei dieser Trockenheit. Dass sie allerdings mitunter auch in der Mittagshitze in Betrieb sind, wundert manche Spaziergänger. Fritz Bächle, Baumsachverständiger der Stadt Luzern, erklärt, weshalb auch in der Mittagshitze Pflanzen getränkt werden.

Fritz Bächle, Gartenprofis raten, nie in der grössten Mittagshitze zu tränken, weil Pflanzen verbrennen könnten – auf der Allmend aber bewässert die Stadtgärtnerei die Fussballrasenflächen selbst um 12 oder 13 Uhr – wie sinnvoll ist das?

Fritz Bächle. (Bild: PD)

Fritz Bächle. (Bild: PD)

Ein Verbrennen des Rasens tritt nur ein, wenn Pfützen entstehen, welche sich aufheizen können. Bei den gut drainierten Sportplätzen sollte dies aber eigentlich nicht passieren.

Warum muss man überhaupt in der Mittagshitze bewässern?

Ein Grund ist vor allem die Zeit. Damit unsere Mitarbeiter mit dem Bewässern aller Plätze nachkommen, müssen die Sprenger auch über Mittag eingestellt sein. Zumal sie nur zwei bis vier Regner gleichzeitig einstellen können. Denn es hat zu wenig Druck auf den Wasserleitungen. Würden mehr Regner laufen, wäre der Druckabfall zu gross.

Da und dort wird das Wasser knapp. In gewissen Gemeinden müssen sich Privatpersonen oder auch Bauern einschränken – wie sieht dies bei der Stadtgärtnerei aus?

Wir bewässern selektiv. Das heisst, die Rasenflächen in den Grünanlagen beispielsweise nicht, ebenso die (älteren) Bäume nicht; sicherlich aber den Wechselflor und frisch gepflanzte Bäume. Wir haben zudem die Möglichkeit, beziehungsweise die Bewilligungen, allenfalls im See und in der Reuss Wasser zu beziehen. Davon haben wir aber bisher noch keinen Gebrauch gemacht.

Mit Blick auf das selektive Bewässern – ist es möglich, dass einzelne Pflanzen oder Bäume vertrocknen könnten?

Wir rechnen schon mit diversen Ausfällen an Pflanzen – beispielsweise Sträucher, vielleicht einzelne grössere Bäume an exponierten Standorten. Eine flächendeckende Bewässerung wäre aber unverhältnismässig und auch aufwandmässig gar nicht machbar.

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