Stadt Luzern: Unterirdisches Parkhaus am Pilatusplatz ist vom Tisch

Das Parkhaus Kesselturm sei zwar eine «optische Beleidigung», wie Stadtrat Adrian Borgula sagte. Dennoch wäre ein unterirdischer Ersatz unverhältnismässig.

Robert Knobel
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Der Pilatusplatz wird in den nächsten Jahren zur Grossbaustelle. So müssen sämtliche Werkleitungen ersetzt werden. Gleichzeitig soll der Bereich vor dem Einwohneramt an der Obergrundstrasse umgestaltet und möglicherweise mit einer neuen Verkehrsführung versehen werden. Welches Projekt genau umgesetzt wird, ist zwar noch offen. Klar ist aber, dass im Zuge der Sanierung mehrere Dutzend Parkplätze entfernt werden müssen. Dies, weil sie nicht mehr den aktuellen Normen für Verkehrssicherheit entsprechen.

Dieser Bereich der Obergrundstrasse soll umgestaltet werden.

Dieser Bereich der Obergrundstrasse soll umgestaltet werden.

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 28. März 2019)

Die Parteien CVP, FDP, SVP und GLP haben vorgeschlagen, die wegfallenden Parkplätze unterirdisch zu kompensieren. Und nicht nur dies: Ein unterirdisches Parking könnte gleich auch das bestehende Parkhaus Kesselturm ersetzen. Fabian Reinhard (FDP) sagte es so:

«Wo ein Wille ist, ist auch ein Parkhaus.»

Doch das entsprechende Postulat der vier Parteien fand im Stadtparlament keine Mehrheit. Auch der Stadtrat will von einem neuen Parkhaus nichts wissen. Adrian Borgula (Grüne) sagte zwar:

«Wir sind uns einig: Das Kesselturm-Parking ist optisch eine Beleidigung.»

Trotzdem wäre eine unterirdisches Parkhaus unter dem Hallwilerweg «unverhältnismässig», so Borgula.

Das Parkhaus Kesselturm am Hallwilerweg.

Das Parkhaus Kesselturm am Hallwilerweg.

Google Maps

Grünes Licht für Überbauung am Pilatusplatz

Seit 2011 liegt das Areal, auf dem sich früher das Restaurant Schmiede befand, brach. Bis 2025 soll das Grundstück überbaut werden. Geplant ist ein 35 Meter hohes Wohn- und Gewerbegebäude. Das Luzerner Stadtparlament hat nun den Baurechtsvertrag mit der Firma Senda Immobilien AG gutgeheissen. Demnach bezahlt die Firma einen Baurechtszins von knapp 500'000 Franken pro Jahr. Das Baurecht gilt für 80 Jahre. Silvio Bonzanigo (parteilos) stellte die Vertrauenswürdigkeit der Firma Senda AG in einer Interpellation in Frage. Der Stadtrat versichert in seiner Antwort, dass die Investorin aus einem umfangreichen Auswahlverfahren hervor gegangen sei. Es gebe keinen Grund, an der Glaubwürdigkeit der Investorin zu zweifeln.

Das Projekt «Lu Two » am Pilatusplatz.

Das Projekt «Lu Two » am Pilatusplatz.

Visualisierung: Joos&Mathys Architekten