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STADT LUZERN: VBL öffnen ihr Depot für Cars

Die Verkehrsbetriebe Luzern stellen ihr Depot im Tribschen nun doch schon in wenigen Tagen für Reisebusse zur Verfügung. Das Parkplatzproblem ist damit allerdings noch nicht gelöst.
Blick ins VBL-Depot Weinbergli. Hier sollen in einer Versuchsphase bis zu acht Cars untergebracht werden. (Bild: Stefanie Nopper (Luzern, 15. September 2016))

Blick ins VBL-Depot Weinbergli. Hier sollen in einer Versuchsphase bis zu acht Cars untergebracht werden. (Bild: Stefanie Nopper (Luzern, 15. September 2016))

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

Es ist in diesem Thema ein kleiner erster Lichtblick seit längerem: Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) stellen ab dem 3. Juli in einem unbefristeten Versuch Parkplätze für bis zu acht Cars in ihrem Depot im Tribschen zur Verfügung. Wie sie am Donnerstag mitgeteilt haben, wird dazu ein Teil der Depothalle A tagsüber freigemacht. Fremde Reisecars können dort somit an den Werktagen von 8 bis 17 Uhr gegen eine Gebühr von 12 Franken pro Stunde parkieren. Damit kommt die Stadt Luzern im Schaffen von zusätzlichen Parkplätzen für Reisecars einen Schritt vorwärts. Bisher ist ihr Carparkierungskonzept bei den betroffenen Gebieten auf wenig Gegenliebe gestossen.

Die Meldung der VBL überrascht, war doch im April noch von einem viel späteren Zeitpunkt die Rede: Mediensprecher Christian Bertschi sagte damals gegenüber unserer Zeitung, dass für eine Öffnung noch Abklärungen nötig seien und das Depot Tribschen frühestens im Jahr 2018 von Cars genutzt werden könnte (Ausgabe vom 11. April). Auf Anfrage sagt Bertschi nun: «Die Problematik bestand und besteht noch immer in der Sicherheit. Der Betrieb auf unserem Gelände läuft auch mit der Car-Parkierung weiter. Da wir auch mit Fahrleitungen arbeiten, die unter Strom stehen, sollen sich nicht fremde Personen unbegleitet auf dem VBL-Gelände aufhalten.»

Linienbusse werden durch Waschanlage geschleust

Um Cars ohne bauliche Massnahmen Platz bieten zu können, haben die VBL nun folgenden Weg gefunden: Die Cars dürfen nicht selbstständig ins Depot hineinfahren, sondern müssen sich am Empfang anmelden, um vom Depot-Team zum Standplatz begleitet zu werden. Die Zufahrt wird über die Tribschenstrasse erfolgen: Für die Reisecars ist ein Einfahrtor reserviert, die Linienbusse werden durch die Waschhalle geschleust. «Dies bedeutet für uns eine zusätzliche logistische Herausforderung. Dass wir einen kleinen Beitrag zur Lösung der Carparkierungsproblematik leisten können, freut uns aber sehr», so Bertschi. Während ihrer Pausen dürfen die Carchauffeure den Aufenthaltsraum im VBL-Gebäude benutzen oder in ihren Fahrzeugen bleiben. Gegen einen Aufpreis können sie diese in der VBL-Waschanlage putzen.

Bei der Stadt ist man über die neuste Entwicklung erfreut. «Es ist eine gute Gelegenheit, da die Hallen im Weinbergli tagsüber nicht ausgelastet sind. Über diese Möglichkeit sind wir deshalb sehr froh», sagt Verkehrsdirektor Adrian Borgula (Grüne). Für den Standort spreche auch, dass er für die Cars gut erschlossen sei und der zusätzliche Verkehr für Anwohner neben dem Busverkehr kaum spürbar sein werde. «Läuft der Versuch gut, wäre es für uns günstig, wenn die Plätze gegen den Abend noch etwas länger genutzt werden können.»

Genügend Carparkplätze gibt es mit diesen zusätzlichen acht noch nicht, zumal im Frühling nach dem Entscheid des Parlaments der Ausbau im Brüelmoos um 20 Plätze gescheitert ist (Ausgabe vom 7. April). Gemäss einer Analyse braucht die Stadt 11 Anhalteplätze und 120 Carparkplätze. Anhalteplätze hat es derzeit genug, Carparkplätze zum Zwischenhalt gibt es indes nur 70.

Weitere Standorte werden geprüft

Laut Borgula arbeitet der Stadtrat intensiv daran, weitere Orte zu finden. «Wir suchen weiter und sind über jeden Parkplatz sehr froh.» Die Plätze im Depot seien jedoch schon mal eine Entlastung. Nachdem der Ausbau Brüelmoos gescheitert ist, prüft der Stadtrat mittelfristig angedachte Optionen im Raum Allmend, Ibach und Kriens schon kurzfristig. Laut Borgula treiben die Stadt und die EWL auch das elektronische Leitsystem zur einfacheren Parkplatzsuche voran. «Wir sind optimistisch, dass wir es nächstes Jahr einführen können.»

Eine Übersicht der neuen Carparkplätze. (Bild: Stadt Luzern/Janina Noser)

Eine Übersicht der neuen Carparkplätze. (Bild: Stadt Luzern/Janina Noser)

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