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STADT LUZERN: Velofahren soll sicherer werden – aber wie?

Die Haldenstrasse und der Schweizerhofquai sind gefährliche Routen für Velos. Die Stadt will diese entschärfen. Die Möglichkeiten sind jedoch beschränkt.
Sandra Monika Ziegler
Diese Velofahrer muss beim Schweizerhofquai beim Einspuren auf eine Velospur verzichten. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 16. Oktober 2017))

Diese Velofahrer muss beim Schweizerhofquai beim Einspuren auf eine Velospur verzichten. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 16. Oktober 2017))

Auf der Haldenstrasse wie auch auf dem Schweizerhofquai in Luzern kam es bereits zu tödlichen Unfällen. Die Situation soll für Velofahrer künftig entschärft werden. Dies schreibt der Stadtrat in seiner gestern veröffentlichten Stellungnahme zu einem Postulat, das von Mitgliedern der SP, Grünen, GLP sowie der FDP Ende April eingereicht worden ist. Der Stadtrat will das Postulat nun entgegennehmen.

Darin fordern die Parlamentarier, dass die Stadt zusammen mit dem Kanton die Situation an der Haldenstrasse und am Schweizerhofquai analysiert und konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erarbeitet. Mit dem Kanton, weil es sich um Kantonsstrassen handelt. Daher wäre dieser letztendlich auch für die Umsetzung allfälliger Massnahmen zuständig.

Stadt analysiert Situation

Die Möglichkeiten an der Haldenstrasse und am Schweizerhofquai sind jedoch offensichtlich beschränkt: zu viel Verkehr und zu wenig Platz. Dessen ist sich auch der Stadtrat bewusst. Dennoch sieht er «den Handlungsbedarf gegeben».

Zum Zeitablauf sagt Stadtrat Adrian Borgula (Grüne), Direktor Umwelt, Verkehr und Sicherheit: «Das Tiefbauamt analysiert die Situation und erarbeitet einen Massnahmenkatalog, um die Sicherheit zu verbessern. Das ist ein Grundauftrag unserer Stadt, der in der städtischen Mobilitätsstrategie festgehalten ist.» Ob für die Analyse der Sicherheit auch externe Kräfte zugezogen werden, sei noch nicht bestimmt, so Borgula. Den Auftrag zur Untersuchung durch den Grossen Stadtrat erwartet Stadtrat Borgula bereits in der nächsten Parlamentssitzung vom 26. Oktober. Die Umsetzung der Massnahmen ist für das Jahr 2019 vorgesehen.

Bereits umgesetzt wurden in den letzten Jahren einige Sicherheitsmassnahmen an der Haldenstrasse. So etwa der markierte durchgehende Radstreifen und die Velovorfahrt bei der Lichtsignalanlage. Zudem besteht für Velofahrer die Möglichkeit, über die Stiftstrasse auszuweichen und «lichtsignalgeregelt neben dem Fussgängerstreifen die Löwenstrasse zu queren», wie der Stadtrat in der Stellungnahme zum eingangs erwähnten Postulat schreibt. Auch wurden stadtauswärts an der Haldenstrasse die Schrägparkplätze im Bereich des Carl-Spitteler-Quais durch übersichtlichere Längsparkplätze ersetzt. Trotzdem ist die Situation für Velofahrer auf den erwähnten Strassen nach wie vor unangenehm. Auf dem Schweizerhofquai etwa fehlt stadteinwärts auf dem linken Fahrstreifen eine Velospur. Eine weitere Variante wäre, den Quai für Velofahrer zu öffnen. Dies hat das Stadtparlament im Frühling jedoch abgelehnt (Ausgabe vom 7. April).

Anteil Velofahrer soll verdoppelt werden

Die Massnahmen zur Verbesserung der Situation für Velofahrer passen zur von Borgula erwähnten städtischen Mobilitätsstrategie. Diese sieht unter anderem vor, dass beim Modalsplit der Veloanteil von 2 Prozent im Jahr 2010 auf 4 Prozent im Jahr 2020 gesteigert wird. Der Modalsplit gibt die realisierten Tagesdistanzen nach jeweiligem Verkehrsmittel an. An der Spitze stand 2010 mit 45 Prozent der ÖV, der Auto- und Töffverkehr machte 41 Prozent aus.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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