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Stadt Luzern: Veloparking unter der Reuss ist vom Tisch

Die unterirdische Velostation beim Bahnhof soll direkt unter der Bahnhofstrasse gebaut werden. Ein Alternativvorschlag von CVP und FDP wurde im Stadtparlament abgelehnt.
Robert Knobel
So hätte das linke Reussufer mit der Velostation aussehen können. (Visualisierung: PD)

So hätte das linke Reussufer mit der Velostation aussehen können. (Visualisierung: PD)

Unter der Luzerner Bahnhofstrasse soll eine unterirdische Velostation mit 1100 Plätzen entstehen. Die Stimmberechtigten haben im Mai 2019 einem Planungskredit von 2 Millionen Franken zugestimmt (wir berichteten). Der exakte Standort des Veloparkings ist allerdings umstritten. CVP und FDP forderten in einem Postulat, dass im Zuge der Planungen auch eine Variante geprüft wird, bei der das Veloparking nicht direkt unter der Bahnhofstrasse liegt, sondern unter der Reuss.

Diese Variante wäre günstiger, so das Argument. Dies vor allem deshalb, weil unter der Bahnhofstrasse zahlreiche wichtige Werkleitungen liegen. Diese müssen bei einem Bau eines Veloparkings verlegt werden - was gemäss Stadt sehr hohe Kosten verursacht. Insgesamt rechnet der Stadtrat mit Baukosten von rund 13,5 Millionen Franken.

Stadtrat: Bewilligung wäre unrealistisch

Dennoch wurde das Postulat von CVP und FDP im Stadtparlament abgelehnt. Auch der Stadtrat sprach sich gegen einen Alternativstandort unter der Reuss aus. Erstens sei kaum zu erwarten, dass dieser am Ende wirklich günstiger zu stehen käme. Vor allem aber wäre ein Bau innerhalb des Gewässerraums der Reuss «nicht bewilligungsfähig», so der Stadtrat in seiner Stellungnahme. Denn um eine Sonder-Baubewilligung zu erhalten, müsste nachgewiesen werden, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als unter dem Reussboden zu bauen. Doch dies sei hier nicht der Fall - mit dem vorgesehenen Projekt unter der Bahnhofstrasse liege eine «valable und funktionierende» Option vor.

Diese habe zudem den Vorteil, dass die Nutzer der Velostation einen direkten Zugang zum Bahnhof erhalten. Dies wäre bei einem Parking unter der Reuss nicht der Fall. Zwar wäre eine Verbindung zum Bahnhof theoretisch machbar - doch dann wären wiederum die erwähnten Werkleitungen der Bahnhofstrasse im Weg.

Schliesslich, so der Stadtrat, wäre ein Reuss-Veloparking kaum mit der geplanten Umgestaltung der Bahnhofstrasse vereinbar. Das Siegerprojekt von 2016 mit dem Namen «Take a walk on the bright side» enthält zwar überhaupt kein unterirdisches Veloparking. Gemäss Stadtrat könnte aber ein Parking unter der Bahnhofstrasse einfacher ins Projekt eingebunden werden als ein Reuss-Parking. Bei letzterem müsste das ganze Vorhaben Umgestaltung der Bahnhofstrasse grundsätzlich überarbeitet werden, so der Stadtrat.

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