STADT LUZERN: Verkehr: Wirtschaft wehrt sich

Gewichtiger Schulterschluss: Eine neue «IG Wirtschaft und Mobilität» fordert vom Stadtrat mehr Verbindlichkeit in der Verkehrspolitik.

Jérôme Martinu
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Blick Richtung Schwanenplatz. Wie kann Luzern den Verkehr in geordnete Bahnen lenken? Diese Frage wird zurzeit heiss diskutiert. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Blick Richtung Schwanenplatz. Wie kann Luzern den Verkehr in geordnete Bahnen lenken? Diese Frage wird zurzeit heiss diskutiert. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

«Die Zielvorgaben der Mobilitätsstrategie sind weder verbindlich, noch messbar.» Diese Kritik am rund 100 Massnahmen umfassenden Verkehrskonzept des Luzerner Stadtrats formuliert ein neuer Player in der Mobilitätspolitik. Gemäss Recherchen unserer Zeitung haben sich praktisch alle gewichtigen Stadtluzerner Wirtschaftsverbände und -vereinigungen zur IG Wirschaft und Mobilität Luzern zusammengeschlossen. Unter den acht Gründungsmitgliedern sind unter anderem der Wirtschaftsverband Stadt Luzern, die City Vereinigung, Luzern Hotels, die Luzern Tourismus AG und die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz.

Für Tiefbahnhof und Bypass

Zu den verkehrspolitischen Zielen der neuen IG gehören etwa ein wirtschaftsfreundliches Parkplatzregime und das Umsetzen des Agglomerationsprogramms mit den Grossprojekten Tiefbahnhof und Bypass. «Wir verlangen ein unmissverständliches Bekenntnis der gesamten Stadtregierung, dass diese Schlüsselprojekte unterstützt und priorisiert werden», sagt Co-Präsident André Bachmann auf Anfrage.

Parlament: Eine Flut von Anträgen

Die stadträtliche Mobilitätsstrategie sorgte am Donnerstag auch im Grossen Luzerner Stadtrat für Zündstoff. Nach stundenlangen Diskussionen und einer Flut von Anträgen wurde die Debatte schliesslich unterbrochen – sie soll im Juni weiter geführt werden.