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Stadt Luzern will mehrere Zugänge zur Reuss schaffen

Zwischen Sentimatt und Reusszopf in der Stadt Luzern sollen drei bis fünf neue Ein- und Ausstiegsstellen entstehen. Bis es soweit ist, müssen sich die Schwimmer aber noch etwas gedulden.
Stefan Dähler
Ein Schwimmer kühlt sich in der Reuss ab. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 25. Juli 2018)

Ein Schwimmer kühlt sich in der Reuss ab. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 25. Juli 2018)

Bei den aktuell heissen Temperaturen tut ein kühlendes Bad gut. Neben dem Vierwaldstättersee erfreut sich in Luzern auch die Reuss zunehmender Beliebtheit bei Schwimmern. Dies vor allem seit der Eröffnung der umgestalteten Anlage Reusszopf mit Kinderspielplatz, Liegewiese und der Sommerbar Nordpol vor gut einem Jahr.

Im Gegensatz zu Basel, Zürich oder Bern lässt die Infrastruktur für Flussschwimmer in Luzern jedoch noch zu wünschen übrig. Der einzige von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) empfohlene Einstieg befindet sich bei der Treppe in der Sentimatt unterhalb der Autobahnbrücke. Als Ausstieg eignet sich die alte Fährentreppe, die sich auf der linken Flussseite rund 20 Meter vor der Anlage Reusszopf (wir berichteten). Das soll sich aber künftig ändern. Der Grosse Stadtrat hat im März ein CVP-Postulat überwiesen, das bessere Bedingungen für das Schwimmen in der Reuss fordert.

Stadt will 50 000 Franken investieren

Inzwischen würden Vorschläge für drei bis fünf zusätzliche Ein- und Ausstiegsstellen vorliegen, wie der städtische Sozial- und Sicherheitsdirektor Martin Merki (FDP) auf Anfrage sagt. «Für die Umsetzung im Jahr 2019 werden im Budget 50 000 Franken eingestellt.» Die Strecke zwischen den beiden empfohlenen Zugängen sei «auch für geübte Schwimmer relativ lang und mit der Gefahr von Unterkühlung verbunden». Wegen Strömungen und Wirbeln sei es übrigens besser, nicht erst beim Reusszopf, sondern schon bei der Treppe der alten Reussfähre auszusteigen.

Die Vorschläge würden nun mit den zuständigen Stellen bei Stadt und Kanton diskutiert. Es sollen auch Anliegen wie Naturschutz, Fischerei und Städtebau berücksichtigt werden. Weiter bestehe das Ziel, die neuen Ein- und Ausstiegsstellen mit bestehenden Bauwerken zu verknüpfen oder im Rahmen von Sanierungsmassnahmen zu integrieren. So gibt es an weiteren Stellen Leitern oder Verankerungen, wie der Stadtrat in seiner Stellungnahme zum CVP-Postulat schreibt. Diese seien aber oftmals schlecht ersichtlich. Sie seien als Notausstiege für Rettungsaktionen im Zusammenhang mit Bauarbeiten am und im Fluss installiert worden und nicht für Flussschwimmer gedacht.

Stadt warnt vor Gefahren

«Wir fördern das Schwimmen in der Reuss nicht explizit, aber wollen das Risiko für Unfälle möglichst tief halten», sagt Merki. Reussschwimmen habe sich «vom Geheimtipp zur beliebten Veranstaltung» entwickelt. Man müsse dabei aber bedenken, dass fliessende Gewässer mehr Gefahren bergen als Seen, speziell für ungeübte Schwimmer. Darum sei viel in den Bereich Prävention investiert worden. Die Stadt hat an mehreren Stellen Rettungsgeräte in markanten roten Kästen installiert. «Weiter wurden Informationsstelen aufgestellt, die SIP, interkulturelle Vermittlerinnen und die Quartierarbeit wurden durch die SLRG geschult und machen vor allem Personen mit Migrationshintergrund auf die Gefahren des Flussschwimmens aufmerksam.» Diese sind besonders häufig von Schwimmunfällen betroffen. Auch das Personal der Buvette Nordpol sei von der SLRG geschult worden.

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