Stadt Luzern will ökologischere Kunstrasenfelder

Die Stadt Luzern will bei der Sanierung ihrer Kunstrasenfelder künftig auf die herkömmlichen Systeme mit Granulat verzichten. Diese seien nicht ökologisch. Weil Alternativen aber teurer sind, beantragt der Stadtrat einen Nachtragskredit von 100'000 Franken.

Drucken
Teilen
Detailaufnahme eines Kunstrasenfeldes

Detailaufnahme eines Kunstrasenfeldes

Bild: Pius Amrein (Kriens, 26. September 2018)

(sda) Im Zeitraum von 2016 bis 2024 erneuert die Stadt ihre Aussenspielfelder und hat dafür vom Parlament einen Kredit von insgesamt 2,735 Millionen Franken bewilligt erhalten. Jährlich wird ein Feld saniert. Bei der Kostenschätzung sei man davon ausgegangen, dass das System der mit Granulat verfüllten Kunstrasenfelder beibehalten werde, schreibt der Stadtrat in seinem am Dienstag veröffentlichten Antrag ans Parlament.

Diese seien aber in letzter Zeit in Kritik geraten, sowohl aus ökologischen als auch aus gesundheitlichen Gründen. Die kleinen Gummigranulate würden nämlich über Kleidung und Körper aus dem Spielfeld getragen, was das Risiko von Mikroplastik erhöhe.

Weil Luzern sich mit dem Label «Grünstadt Schweiz» zu ökologischem Handeln verpflichte, wolle man von diesen Produkten abkommen, hält die Stadtregierung fest. Stattdessen sollen künftig granulatfreie Kunstrasenprodukte installiert werden. Diese seien mittlerweile für Meisterschaftsspiele bis in die erste Liga zugelassen.

Allerdings kosten sie etwas mehr als Kunstrasen mit Granulat. Auch muss der Untergrund einmalig mit einer Elastikschicht und der Spielfeldrand mit einer Fixierleiste versehen werden.

Im laufenden Jahr sollen der Landhockey-Kunstrasen Utenberg saniert werden, der wegen einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht wie geplant 2019 erneuert werden konnte. Ausgetauscht werden soll zudem der Fussball-Kunstrasen Wartegg.

Mehr zum Thema