Stadt Luzern will sich für höhere Sozialhilfebeiträge einsetzen

In einer Postulatsantwort schreibt der Luzerner Stadtrat, er befürworte, dass die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) überarbeitet werden.

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(bev) Die Stadt Luzern will sich dafür einsetzen, dass Sozialhilfebezüger in einem Einpersonenhaushalt höhere Un­terstützungsbeiträge erhalten. Dies schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf ein Postulat von Claudio Soldati und Maria Pilotto (SP/Juso). Die Grossstadträte fordern, dass der Grundbedarf für die Sozialhilfe auf 1082Franken erhöht wird. Heute liegt dieser Grundbedarf für Einpersonenhaushalte bei 997Franken. Eine Studie hatte 2019 aufgezeigt, dass dieser Grundbedarf für eine Einzelperson zu tief angesetzt ist.

Der Grundbedarf wird von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) festgelegt. Vor rund fünf Jahren hatte die Skos eine Leistungsreduktion vollzogen, weil einige Gemeinden aus der Skos austraten – sie hatten eine restriktivere Sozialhilfe verlangt. Die Stadt Luzern wolle sich dennoch weiterhin an den Skos-Richtlinien orientieren, schreibt der Stadtrat. Sie seien eine seriöse Berechnungsgrundlage, gäben Sicherheit und Orientierung.