Stadt Luzern zahlt jährlich 50'000 Franken für «Zeitsammler»

Die Stadt Luzern hat mit der Genossenschaft Zeitgut Luzern eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Genossinnen und Genossen können mittels Nachbarschaftshilfe Zeitgutschriften sammeln und diese von anderen Mitgliedern wieder einfordern.

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(sda) Die Genossenschaft existiert seit sieben Jahren und baut in den Quartieren Gruppen auf, die sich gegenseitig unterstützen. Die Tandems von Freiwilligen und Bedürftigen werden von Zeitgut-Mitarbeitenden professionell vermittelt. Die Stadt Luzern wolle den Fortbestand der Genossenschaft sicherstellen, teilte der Stadtrat am Donnerstag mit.

Zu diesem Zweck habe man eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen bis 2023. Jährlich zahlt die Stadt 50'000 Franken für administrativen Aufwand und die Abklärungs- und Begleittätigkeiten für die Tandems.

Regula Schärli, Geschäftsführerin der Genossenschaft Zeitgut, links, und Koordinatorin Nicole Triponez.

Regula Schärli, Geschäftsführerin der Genossenschaft Zeitgut, links, und Koordinatorin Nicole Triponez.

Bild: PD

Die Genossenschaft koordiniere die Freiwilligen mit verhältnismässig schlanken Strukturen und werde durch eine ehrenamtliche Genossenschaftsverwaltung getragen, hält der Stadtrat fest. Sie sei eine wichtige Akteurin der Nachbarschaftshilfe und der Freiwilligenarbeit. Während der Lockdown-Phase etwa hätten sich innert kürzester Zeit 697 «Corona-Tandems» gebildet.