Stadt Luzern zügelt Schulklassen

In den Schulhäusern Pestalozzi und Schädrüti werden ab Sommer 2013 keine ABC-Schützen mehr die Schulbank drücken. Im Gegenzug sollen die Schulhäuser Säli und Würzenbach für 1,8 Millionen Franken umgebaut werden.

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Roland Haas von der IG Schädrüti kämpft für den Erhalt des Schulhauses. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Roland Haas von der IG Schädrüti kämpft für den Erhalt des Schulhauses. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Dank Investitionen sparen» lautet das Motto der Schulraumoptimierung, welche die Stadt am Dienstag vorstellte. In finanziell schwierigen Zeiten gelte es solche Chancen zu packen, erklärte Baudirektor Kurt Bieder. Möglich wird die Rochade durch zwei Entwicklungen: Die Kleinklassen werden im Rahmen der Integrativen Förderung in die Regelklassen überführt, und der Kanton organisiert die Heilpädagogische Schule neu. Durch die Aufhebung der Kleinklassen werden vor allem im Säli-Schulhaus Schulzimmer frei. Die Primarklassen des nahe gelegenen Schulhauses Pestalozzi werden deshalb ins Säli zügeln.

1,771 Millionen für Umbauten

Im Schulhaus Würzenbach werden Räume frei, weil der Kanton die dort angesiedelte Heilpädagogische Schule in das freiwerdende städtische Schulhaus Pestalozzi verlegt. Die Primarklassen des Schulhauses Schädrüti werden folglich ins Würzenbach verlegt.

In den Schulhäusern Säli, Pestalozzi und Würzenbach sind Umbauten nötig, die der Stadtrat auf 1,771 Millionen Franken veranschlagt. Wegen der Konzentration des Schulraumes im Würzenbach können aber auch monatliche Mietkosten von 4500 Franken gespart werden. In zehn Jahren lassen sich so Mietkosten in der Höhe von 540'000 Franken einsparen. Kapitalisiert mit fünf Prozent entspricht dies einem Betrag von 1,08 Millionen Franken. Noch nicht berücksichtigt sind die Erträge des Schulhauses Schädrüti.

Mieter für Schädrüti-Schulhaus gesucht

Für das ab Sommer 2013 leerstehende Schulhaus Schädrüti sucht die Stadt einen Mieter. Eine Sanierung des Schulhauses Schädrüti kommt für den Luzerner Stadtrat nicht in Frage: Eine Sanierung mache aus baulichen, betrieblichen und pädagogischen Gründen keinen Sinn und würde unverhältnismässig hohe Kosten in der Höhe von mehreren Millionen Franken nach sich ziehen. Stattdessen möchte der Stadtrat das 40-jährige Schulhaus vermieten. Er beantragt dem Parlament, das Gebäude vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen zu überführen. Der Stadtrat kann sich eine Zwischennutzung vorstellen, wenn das Gebäude nicht vermietet werden kann. Die Abgabe im Baurecht oder ein Verkauf der Liegenschaft wird frühestens Anfang 2014 in Betracht gezogen.

sda/rem