STADT: Luzerner Fasnacht: Es gibt Verpflegungszonen

Die Stadt Luzern führt auf die kommende Fasnacht zahlreiche Neuerungen ein. So werden erstmals spezielle Verpflegungszonen eingerichtet. Luzern verzichtet aber auf die umstrittene Vignette – vorerst.

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Bei grossem Gedränge werden die Fasnächtler im Einbahn-Betrieb über den Rathaussteg (im Hintergrund) Richtung Luzerner Theater weggeführt. (Archivbild Neue LZ)

Bei grossem Gedränge werden die Fasnächtler im Einbahn-Betrieb über den Rathaussteg (im Hintergrund) Richtung Luzerner Theater weggeführt. (Archivbild Neue LZ)

Die Stadt Luzern führt während der Fasnacht ein neues Verpflegungskonzept ein. Auf verschiedenen Plätzen wird der Verein «Gwärb Luzern», der aus Bäckern, Metzgern und Wirten besteht, sogenannte Verpflegungszonen eröffnen. Wo sich diese befinden, wird in den nächsten Tagen noch definiert. In diesen Zonen wird neu mit einem Depot-System gearbeitet. Musik, Auftritt und Infrastruktur werden an die Fasnacht angepasst.

Keine Vignette
Auf die lange Bank geschoben ist die Einführung einer Vignette für Fasnachtswagen. Die Vignette hätte 100 Franken gekostet. Sie hätte sicherstellen sollen, dass jeder Wagen einer Person oder einer Gruppe zugeordnet hätte werden können. Die Vignette sei nicht auf Akzeptanz gestossen, wie die Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt. Weitere Gespräche werden aber geführt. Zudem hätte mit dem Ertrag der Vignette einen Teil der Abfallentsorgung und der Stromversorgung bezahlt werden sollen.

Einbahnstrasse für Fussgänger
Weil es in den letzten Jahren zwischen Rathaustreppe und Rathaussteg in den Abendstunden zu teilweise gefährlichem Gedränge gekommen sei, wird der Rathaussteg einseitig gesperrt. Der Rathaussteg wird bei kritischem Personenandrang im Einbahnverkehr Richtung Luzerner Theater geführt. Dies seien auch Erkenntnisse, die aus dem tragischen Unglück bei der Loveparade in Duisburg gezogen worden sind. Deshalb ist auch das Sicherheitskonzept überprüft worden. Die bewährte Sperrung der Furrengasse als Fluchtweg während der Tagwache wird weitergeführt.

Die Stadt Luzern führt seit Jahren regelmässig Gespräche mit den Fasnachtsorganisationen. In den letzten Jahren hätten zahlreiche Verbesserungen eingeführt werden können, unter anderem ein Verbot von Notstromaggregaten, offenem Feuer und Gas, sowie Änderungen im Bereich der Zufahrtsreglung, des Strombezugs, Beschallung und der Wagengrösse.

pd/rem