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Stadt Luzern mietet elektronischen Güselwagen

Die Stadt Luzern will während fünf Jahren einen Prototypen der Firma MAN testen. Der Laster existiert allerdings erst auf dem Papier.
Sandra Monika Ziegler
So könnte der zukünftige Luzerner Güselwagen aussehen: ein Musterfoto von typähnlichen Elektro-Fahrzeugen der MAN AG. (Bild: PD)

So könnte der zukünftige Luzerner Güselwagen aussehen: ein Musterfoto von typähnlichen Elektro-Fahrzeugen der MAN AG. (Bild: PD)

Die Stadt Luzern will bei der Kehrichtentsorgung künftig noch sauberer agieren. Sie plant, für das Sammeln des Abfalls ein Elektro-Fahrzeug einsetzen (Ausgabe vom 25. Oktober 2017). Dazu hatte sie ein offenes Verfahren ausgeschrieben.

Nach Abschluss des Verfahrens hat die Stadt Ende April den Zuschlag zur Miete eines Elektro-Güselwagens gegeben. Berücksichtigt wurde für die Fahrzeuglieferung die MAN Truck & Bus AG in Otelfingen. Laut dem Kantonsblatt Luzern betragen die Mietkosten knapp 900 000 Franken. Geplant ist, den Laster testweise für fünf Jahre auf dem Stadtgebiet einzusetzen.

Fahrzeug muss noch gebaut werden

Das Fahrzeug muss jedoch erst noch gebaut werden, die Lieferfrist beträgt in etwa ein Jahr, wie Pressesprecherin Simone Kaiser von der Firma MAN auf Anfrage sagt. Somit erfolgt die Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Luzern gehört neben Thun und Lausanne zu den ersten Schweizer Städten, die mit einem solchen Projekt starten. Warum wurde der Elektro-Güselwagen nicht gleich gekauft? Dazu sagt Heinz Zurkirchen vom städtischen Strasseninspektorat, Abteilung Werkdienst: «Durch die Miete eines Prototyps können die Risiken der neuen Antriebstechnologie auf den Vermieter abgewälzt und trotzdem Erfahrungen für zukunftsweisende Entscheide gesammelt werden.» Dies sei besonders bei Lastwagen mit hydraulisch betriebenen Aufbauten wichtig, denn hier seien noch zu wenig Erkenntnisse der neuen Technologie vorhanden.

Zum Einsatz wird das Fahrzeug auf allen städtischen Sammelrouten kommen. Das habe den Vorteil, die diversen topografischen Gegebenheiten in Luzern testen zu können, so Zurkirchen.

Höherer Wirkungsgrad als bei Verbrennungsmotor

Mit dem neuen Fahrzeug würden die Emissionen im sonst schon belasteten Stadtverkehr und auch in den Fussgängerzonen reduziert. Die Umstellung auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb komme der städtischen Energie- und Klimapolitik entgegen und unterstützte deren Zielsetzung.

Die E-Fahrzeuge seien im Trend und werden laufend weiter entwickelt. So habe ein Elektroantrieb einen dreimal höheren Wirkungsgrad als ein Verbrennungsmotor. Zurkirchen erklärt: «Bei einem Verbrennungsmotor wird der grösste Teil – rund 65 Prozent – des verbrauchten Treibstoffes in Wärme umgewandelt und geht so ungenutzt verloren. Bei einem Elektroantrieb sind das lediglich fünf Prozent.»

Verläuft die fünfjährige Testphase positiv, dann werde dies zukunftsweisend für weitere Beschaffungen sein.

18 000 Tonnen Kehricht pro Jahr

Aktuell sind auf den Strassen der Stadt Luzern täglich acht Fahrzeuge des Strasseninspektorats unterwegs. Sie sammeln pro Jahr rund 18 000 Tonnen Kehricht, 4400 Tonnen Papier und 5700 Tonnen Grüngut. Jedes Fahrzeug legt dabei pro Jahr eine durchschnittliche Distanz von 17 250 Kilometern zurück.

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