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Stadt Luzern will Schule Würzenbach für über 8 Millionen Franken erweitern

Die Schülerzahlen steigen und steigen. Deshalb will die Stadt Luzern eine dritte Schulanlage ausbauen.
Gabriela Jordan
Der Trakt A des Schulhauses Würzenbach soll um ein Geschoss erhöht werden. Dafür beantragt der Stadtrat einen Kredit von 8,3 Millionen Franken. Bild: Boris Bürgisser (15. Mai 2018)

Der Trakt A des Schulhauses Würzenbach soll um ein Geschoss erhöht werden. Dafür beantragt der Stadtrat einen Kredit von 8,3 Millionen Franken. Bild: Boris Bürgisser (15. Mai 2018)

Die Luzerner Bevölkerung wächst und damit auch der Bedarf nach Schulraum. In Littau sind die Bauarbeiten für das 53-Millionen Franken-teure Schulhaus Staffeln bereits in Gang, ebenso soll ab 2021 das Schulhaus St. Karli saniert und erweitert werden. Früher als geplant kommt auf die Stadt Luzern nun noch ein weiteres Bauprojekt zu: Weil die Schülerzahlen im Gebiet Würzenbach/Büttenen in den letzten Jahren überraschend stark gestiegen seien, soll möglichst rasch auch die Schulanlage Würzenbach erweitert werden. Wie der Luzerner Stadtrat mitteilt, beantragt er beim Parlament dafür einen Kredit von rund 8,3 Millionen Franken.

Aktuell bietet die Schulanlage Würzenbach Platz für 13 Primarklassen und 3 Kindergartenklassen. Laut dem Stadtrat ist es absehbar, dass bereits ab dem Schuljahr 2019/20 Bedarf für 16 Primar- und 4 Kindergartenklassen besteht. So sei dort erstens der erwartete Generationenwechsel früher als prognostiziert eingetreten. Zweitens werde die Möglichkeit eines freiwilligen Kindergartenjahres generell immer häufiger genutzt. Kinder werden von ihren Eltern somit früher in den Kindergarten geschickt, wodurch mehr Schulraum benötigt wird.

Mehr Platz für die Musikschule und die Bibliothek

«Auf Herbst 2019 müssen wir einfach bereit sein und genügend Platz für alle Kinder haben», so Manuela Jost. Geplant ist nun, dass der Spezialtrakt A, der direkt an der Kreuzbuchstrasse liegt, bis zum Sommer 2019 um ein Geschoss erhöht wird. Neben den benötigten Schulräumen sollen dadurch auch Räume für das schulergänzende Betreuungsangebot, die Musikschule und die Reintegration der bisher ausgelagerten Bibliothek zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Gebäudehülle des Traktes energetisch zu sanieren und eine Photovoltaikanlage zu installieren.

Nebst finanziellen Aspekten hat die geplante Aufstockung gegenüber einem Neubau laut dem Stadtrat den Vorteil, dass die Spielflächen und Aussenräume der Schulanlage erhalten bleiben. Genau das ist zurzeit in Kriens ein Thema: Um den Verlust von Spielflächen durch Modulbauten gering zu halten, hat der Gemeinderat einen Richtwert eingeführt (wir berichteten). Zudem habe eine Aufstockung auch Vorteile für den Schulbetrieb und ermögliche eine architektonisch qualitätsvolle Einbettung in die Umgebung, heisst es in der Mitteilung.

Notfalls gibts ein Provisorium im Pavillon

Im Kredit von 8,3 Millionen enthalten sind zudem die Kosten von 1,14 Millionen für ein allfälliges Provisorium: Denn sollte es beispielsweise durch Einsprachen zu Verzögerungen kommen, müsste ab Herbst 2019 ein Modulbau auf dem Schulareal aufgestellt werden. Dieser ist für 20'000 Franken bereits reserviert. Wird das Modul nicht benötigt, schrumpft der Kredit auf rund 7,2 Millionen Franken.

Bevor sich der Stadtrat für die Erweiterung der Würzenbach-Schulanlage entschied, hat er verschiedene Möglichkeiten prüfen lassen. Laut Manuela Jost wurde zum Beispiel auch das Schädrüti-Schulhaus in Betracht gezogen. Dieses wird derzeit an den Kanton vermietet, der es als Unterrichtsraum für minderjährige Asylsuchende nützt. «Das Schädrüti ist deshalb nicht verfügbar und wäre auch als Ergänzung nicht ideal, da nicht der gesamte Unterricht dort stattfinden könnte und folglich für verschiedene Fächer Dislokationen ins Würzenbach Schulhaus notwendig wären. Unter anderem deshalb haben wir uns schliesslich für die Erweiterung der Würzenbach-Schulanlage beziehungsweise der Aufstockung eines Schultraktes entschieden», so Jost. Über den Kredit von 8,3 Millionen Franken befindet der Grosse Stadtrat bereits an seiner Sitzung vom Donnerstag, 17. Mai.

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