Stadt zahlt mehr für die grossen Kulturbetriebe – und plant die nächsten Schritte fürs neue Theater

Das Luzerner Stadtparlament gibt grünes Licht für den neuen Verteilschlüssel zur Finanzierung der grossen Kulturinstitutionen. Und der Stadtpräsident verspricht, dass es bald Neuigkeiten zum geplanten Theater-Neubau gibt.

Robert Knobel
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Das Luzerner Theater steht im Fokus der städtischen Kulturfinanzierung der nächsten Jahre.

Das Luzerner Theater steht im Fokus der städtischen Kulturfinanzierung der nächsten Jahre.

Bild: Roger Grütter

Das Luzerner Stadtparlament hat den neuen Verteilschlüssel zur Finanzierung der grossen Kulturbetriebe zur Kenntnis genommen. Dazu gehören das Luzerner Theater, das Sinfonieorchester, das Lucerne Festival, das Kunstmuseum und das Verkehrshaus. Von den insgesamt 28 Millionen Franken an Subventionen soll die Stadt ab 2023 neu 40 statt 30 Prozent bezahlen. Der Anteil des Kantons reduziert sich entsprechend.

Allerdings hat der Kanton seinen Anteil im Zuge der Sparmassnahmen bereits 2018 gekürzt. Um die Subventionsausfälle zumindest teilweise aufzufangen, zahlt die Stadt seither freiwillig mehr. Dieses zusätzliche Engagement der Stadt soll nun bis zum Inkrafttreten des neuen Verteilschlüssels 2023 verlängert werden. Das Stadtparlament hat dazu einen Kredit von 710'000 Franken bewilligt.

Jetzt ist das Theater-Gutachten fertig

Weiter hat das Parlament den Planungsbericht des Stadtrats zum neuen Theater zur Kenntnis genommen. Darin führt der Stadtrat das weitere Vorgehen auf: Eine Machbarkeitsstudie soll Möglichkeiten aufzeigen, wie das Theater unter teilweiser Erhaltung der Bausubstanz erneuert werden kann. Bekanntlich möchte die Stadt das Theatergebäude abreissen und durch einen Neubau ersetzen. Diesem Vorhaben steht aber ein Gutachten von zwei eidgenössischen Heimat- und Denkmalschutzkommissionen entgegen. Die Machbarkeitsstudie liegt nun vor, ist aber noch nicht öffentlich. Gemäss Stadtpräsident Beat Züsli wurde die Studie vor wenigen Tagen den eidgenössischen Kommissionen vorgelegt. Was in der Studie steht und was die Kommissionen dazu sagen, wird man vermutlich nach den Sommerferien erfahren. Parallel dazu läuft die Erarbeitung eines Betriebskonzepts für das neue Theater. Dieses soll ebenfalls in die Planung des Neu- oder Erweiterungsbaus einfliessen.

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