STADT/AGGLO: Real verteilt 27 Millionen Franken

Der Abfallverband Real zahlt seinen Gemeinden 27 Millionen Franken zurück. Am stärksten profitiert Luzern.

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Ein Müllabfuhr-LKW des Abfallverbandes Real. (Bild: Nadia Schärli (21. Mai 2013))

Ein Müllabfuhr-LKW des Abfallverbandes Real. (Bild: Nadia Schärli (21. Mai 2013))

In Zeiten knapper Finanzen kommt diese Geldspritze goldrichtig: Der Abfallverband Real zahlt seinen 22 Mitglieds-Gemeinden 27 Millionen Franken zurück. Davon stammen 20 Millionen aus einer Reserve und 7 Millionen aus dem aktuellen Gewinn des Unternehmens. Dies wurde gestern an der Delegiertenversammlung beschlossen. Grundlage für den Verteilschlüssel ist die Abfallmenge, die jede Gemeinde zwischen 2004 und 2012 geliefert hat. Grösste Profiteurin ist die Stadt Luzern. Sie erhält 12,5 Millionen Franken.

Diese Rückzahlung hat mit der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) im Ibach zu tun. Für deren Ersatz hat Real Reserven von 100 Millionen Franken angehäuft. Wegen der neuen KVA Renergia in Perlen brauchts nun nicht mehr alle Reserven.

«Mit dieser Rückzahlung haben wir juristisches Neuland betreten, weil eine Rechtspraxis oder ein Gerichtsentscheid in dieser Sache fehlen», sagte Adrian Borgula, Real-Präsident und Luzerner Stadtrat. Deshalb habe man ein Gutachten einer Umweltjuristin anfordern müssen. Demnach müssen die Gemeinden das Geld zwingend für Abfallzwecke verwenden. Weil jedoch viele Kommunen Geldnot haben, dürften schon bald Wünsche aufkommen, das Geld für andere Zwecke auszugeben.

Luca Wolf

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