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STADTBEFESTIGUNG: Luzerner Pulverturm bröckelt

Der 600 Jahre alte Luzerner Pulverturm ist in einem viel schlechteren Zustand als angenommen. Damit der Turm erhalten bleibt, muss er zusätzlich saniert und wieder mit einem Verputz geschützt werden.
So hat der Pulverturm auf Grund von archäologischen Erkenntnissen kurz nach der Erstellung - also Ende des 14. Jahrhunderts - ausgesehen. (Bild: pd)

So hat der Pulverturm auf Grund von archäologischen Erkenntnissen kurz nach der Erstellung - also Ende des 14. Jahrhunderts - ausgesehen. (Bild: pd)

Der Pulvertrum ist einer der neun Türme der 870 Meter langen mittelalterlichen Museggmauer. Wie die Stiftung für die Erhaltung der Museggmauer am Freitag mitteilte, ist der 27,5 Meter hohe Turm in einem «dramatischen» Zustand. Die Witterung und das Efeu haben der Aussenmauer in den letzten Jahrhunderten stark zugesetzt.

Der ursprüngliche Verputz sei verschwunden, so dass das Wasser ungehindert in die durchschnittlich 1,6 Meter dicken Mauern habe eindringen können, schreibt die Stiftung. Der Sandstein sei weich und spröde geworden. Die Mauer sei aufgequollen und habe Risse erhalten. Das Efeu habe ganze Steine aus der Mauer gelöst.

Stuckateur Thomas Krüger zeigt, dass die teils grossen Löcher aufgefüllt werden müssen. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Ernst Widmer, Geschäftsführer der Stiftung für die Erhaltung der Museggmauer (links) und Nils Wimmer vom Architekturbüro Iwan Bühler schauen sich den Turm an, der dringend saniert werden muss. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Conny Grünenfelder von der kantonalen Denkmalpflege zeigt auf einer Visualisierung, wie der Turm nach der Sanierung aussehen wird. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Teile der Mauer wurden herausgerissen. Dies, weil das Effeu stark entlang der Mauer entlangwuchs. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Der Turm ist in einem dramatischen Zustand. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Nach der Sanierung soll die Fassade des Pulverturms so aussehen wie jene des Allenwindenturms (Bild), also viel heller und ohne Blick auf die einzelnen Steine. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Zum Teil sind Fledermäuse in die Löcher geflogen. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
Blick vom Pulverturm auf die anderen Türme. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)
8 Bilder

Der Pulverturm der Museggmauer bröckelt

Die heutige Situation ist gemäss der Stiftung besorgniserregend und ruft nach sofortigen zusätzlichen Schutzmassnahmen. Das vorgesehene Sanierungskonzept kann deshalb nicht mehr umgesetzt werden.

Geplant war, den Pulverturm unverputzt zu lassen und ihm so das Aussehen zu belassen, an das Luzern gewöhnt ist. Ein guter Schutz der Mauerwerksoberfläche gegen eindringendes Wasser sei aber unverzichtbar, schreibt die Stiftung.

Vorgesehen ist, die stark verwitterte Steinoberfläche über mehrere Zentimeter abzutragen. Grosse Löcher werden mit wetterfesten Sandsteinen zugemauert, wo nötig werden Anker zur Sicherung eingesetzt. Damit kein Wasser mehr eindringen kann, werden die Aussenmauern grossmehrheitlich verputzt. Das Erscheinungsbild des Pulverturms dürfte danach dem benachbarten, kürzlich restaurierten Allenwindenturms entsprechen, schreibt die Stiftung.

Die Stiftung hofft, dass die Sanierungsarbeiten trotz der Mehrarbeit noch 2013 abgeschlossen werden können. Zu den Mehrkosten konnten noch keine Angaben gemacht werden. Der statische Zustand des Turms, in dem die Wey-Zunft ihren Sitz hat, wird von den Fachleuten als unbedenklich eingestuft.

sda

Beat Fischer, Präsident des Stiftungsrates für den Erhalt der Museggmauer, zeigt auf die Löcher im Turm, die aufgefüllt werden müssen. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

Beat Fischer, Präsident des Stiftungsrates für den Erhalt der Museggmauer, zeigt auf die Löcher im Turm, die aufgefüllt werden müssen. (Bild: Luca Wolf / Neue LZ)

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